Das Einhorn unter den wirtschaftspolitischen Optionen: Die Lohnpolitik

Der eine oder andere hat im wirtschaftswissenschaftlichen Studium das Wort schon einmal gehört, aber das ist in vielen Fällen lange her. Geben Sie unter Google als Suchbegriff Lohnpolitik ein, z.B. mit der Einschränkung site:faz.net und einem Suchzeitraum für die letzten zwölf Monate, finden Sie Treffer in homöopathischen Dosen im Vergleich zu Suchbegriffen wie Staatsschulden, Fiskal- oder Geldpolitik.

Das ist im angelsächsischen Sprachraum nicht anders. Paul Krugman, Nobelpreisträger und in Sachen Wirtschaftspolitik wohl der bekannteste und einflussreichste Blogger der USA, verwendet Begriffe wie „wage policy“ oder „income policy“ in seinen hunderten von jährlichen Blogeinträgen praktisch nie. Zwar bezeichnet er sich selbst als Keynesianer, aber als solcher kennt er offenbar hauptsächlich Fiskal- und Geldpolitik als Mittel der Wirtschaftspolitik. (Immerhin hat er, soviel muss man zugestehen, kürzlich Barack Obamas bei Licht betrachtet arg bescheidene Forderung einer Erhöhung des „federal minimum wage“ von $7.25 auf $9.00 begrüßt.)

Wir haben es offensichtlich mit dem sagenumwobenen und in der Realität nicht wirklich existierenden Tier, eben dem Einhorn der Wirtschaftspolitik und des wirtschaftspolitischen Diskurses zu tun. Abgesehen von einem gelegentlichen Eingeständnis, die deutsche Lohnpolitik der letzten fünf bis zehn Jahre sei „maßvoll“ [...]

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