„Es braucht eine neue Wende“ – Nicht weniger als das ist unser Programm

Bei einem Streitgespräch, das ich vergangene Woche in Berlin auf Einladung der ZEIT mit Michael Hüther, dem Direktor des von den Arbeitgebern finanzierten Instituts der Deutschen Wirtschaft in Berlin führte, kam es zu einem interessanten Austausch von Argumenten, von denen ich das aus meiner Sicht Wichtigste hier etwas näher beleuchten will. Anlass des Streitgesprächs war das 50jährige Jubiläum des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung.

Herr Hüther sagte, und das ist schwer zu bestreiten, selbst wenn man im Detail ganz anderer Meinung ist, dass sich in den siebziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts so große Veränderungen in Deutschland und der Welt ereignet hätten, dass die Wende weg vom Keynesianismus hin zum heute neoliberalen Mainstream zwingend war. Vor allem die Ölpreisexplosionen, die Umverteilung zugunsten der Arbeitnehmer und den Anstieg der Arbeitslosigkeit nannte er als die Faktoren, die eine geistige Wende sozusagen erzwungen hätten.

In der Tat, sieht man sich zwei für die neoliberale, neoklassische Lehre zentrale Größen für die gesamte westliche Welt (alle entwickelten Länder, für die es vergleichbare Zahlen gibt) an, kommt man kaum umhin, der großen Wende, die sich damals ereignet hat, eine gewisse Plausibilität zuzusprechen. In dem Schaubild, das ich dem Trade and Development Report der UNCTAD von 2012 entnommen habe, [...]

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