Zur Lohnrunde 2013 (Teil 2)

Der außenwirtschaftliche Aspekt von Lohnverhandlungen

Fortsetzung des Beitrags „Schlagkraft setzt Glaubwürdigkeit und Glaubwürdigkeit Klarheit voraus“ vom 19.3.2013.

Doch so einfach ist die Sache leider nicht. Denn wir leben in einer globalisierten Welt mit viel Handel, sind noch dazu eine „Exportnation„, genauer gesagt: ein Land, das mehr exportiert als importiert, also von Handelsüberschüssen als wesentlicher Nachfragekomponente lebt.

Exkurs Nettoexporte und Wirtschaftswachstum:
 
Wie wesentlich diese Nachfragekomponente inzwischen für die deutsche Wirtschaft ist, lässt sich rein empirisch daran ablesen, dass der Wachstumsbeitrag der Exportüberschüsse im vergangenen Jahr 0,7% ausmachte. Bei einem BIP-Wachstum von 0,7% heißt das, dass es bei uns ohne die Steigerung der Handelsüberschüsse 2012 überhaupt kein Wachstum gegeben hätte. Übrigens entspricht der Leistungsbilanzüberschuss derzeit ungefähr 6% des BIP. Das ist doppelt so viel, wie der Staat jedes Jahr laut Maastrichtverträgen maximal an Schulden aufnehmen darf. Das Ausland musste sich 2012 also doppelt so viel bei uns verschulden, wie wir es unserem Staat höchstens zugestehen, damit wir ein Wachstum von wenigstens 0,7% hinbekommen konnten.
 
Was hat das eine mit dem anderen zu tun? [...]

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