Zur Lohnrunde 2013 (Teil 3)

Kooperation oder Konflikt?

Fortsetzung des Beitrags „Der außenwirtschaftliche Aspekt von Lohnverhandlungen“ vom 20.3.2013

Wie sieht eine Lohnpolitik aus, die den wohl verstandenen Interessen der Arbeitnehmer und Arbeitslosen hierzulande gerecht wird? Wie kann sie konsistent begründet werden, damit eine große Mehrheit der Arbeitnehmer sie durchzusetzen bereit ist?

Wir wollen die Ausgangslage anhand einer Grafik veranschaulichen, die die tatsächliche Entwicklung der nominalen Stundenlöhne (rote Balken in der Abbildung) dem verteilungsneutralen Lohnerhöhungsspielraum (alle grün eingezeichneten Balken und Linien) gegenüberstellt. Verteilungsneutral und konjunkturpolitisch sinnvoll, da sie die Nachfrage verstetigen würde, wäre eine für alle Branchen gültige Stundenlohnerhöhung, die aus dem Wachstumstrend der Produktivität plus der 2%-Zielrate der EZB besteht.

2013_03_22_Bild für Lohnpolitik Teil 3

Es lässt sich darüber diskutieren, welcher Zeitraum der Produktivitätsberechnung zugrunde gelegt werden soll, zumal in Lohnverhandlungen ja antizipiert werden muss, inwieweit sich ein Trend aus der Vergangenheit in der Zukunft fortsetzt, abschwächt oder steigert. Um diese Überlegung zu illustrieren, haben wir drei verschiedene Wachstumsraten für die Stundenproduktivität berechnet: Zum einen die, die sich tatsächlich zwischen 1999, dem Jahr des Beginns der EWU und damit des Festschreibens der Wechselkurse zwischen den EWU-Teilnehmerländern, und dem Jahr 2012 jahresdurchschnittlich ergeben hat; [...]

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