Ifo-Schwäche bestätigt Flassbeck-Economics

Man sollte es ja nicht zu sehr raushängen lassen, wenn man Recht bekommt. Es muss aber doch konstatiert werden. Die gestern vom ifo-Institut herausgegebenen Zahlen zur deutlichen Abschwächung der Stimmungslage in der deutschen Industrie im April, die ifo als konjunkturelle „Verschnaufpause“ bezeichnet, bestätigen unsere Einschätzung, die wir seit Januar durchweg vertreten haben, nämlich dass die deutsche Wirtschaft in einer Schwächephase ist und man die leichte Aufwärtsentwicklung, die der ifo-Index damals gezeigt hatte, nicht überbewerten darf.

Es bestätigt sich auch, dass der ifo-Index kein wirklich guter Indikator für die künftige Entwicklung ist. Die Unternehmen lassen sich offenbar auch von öffentlichen Stimmungen und der Entwicklung an den Börsen beeinflussen und beantworten die Fragen von ifo daher nicht rein mit Bezug auf die Situation in ihren Unternehmen. Der Auftragseingang für die deutsche Industrie hat von vorneherein ein realistischeres Bild der konjunkturellen Situation gezeichnet und wird von daher auch in Zukunft unsere Einschätzung stärker prägen als Stimmungsindikatoren.

Für die deutsche Wirtschaftspolitik, die bis heute auf die „gute Stimmung“ á la ifo setzt, wird es jetzt allerdings heikel. Ein weiteres, in der amtlichen Statistik sichtbar werdendes Abgleiten der Konjunktur kurz vor der Bundestagswahl und das für den Wahlkampf in die erste Schlachtreihe gestellte Ziel vom demnächst ausgeglichenen Staatshaushalt vertragen sich nicht gut miteinander. [...]

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