Konjunkturindikatoren: Einzelhandel auf, Arbeitsmarkt ab, Schwäche insgesamt

Der wichtigste Einzelindikator für den privaten Verbrauch war im Februar weiter aufwärtsgerichtet. Nach einem starken Januar blieb auch der Wert für Februar relativ hoch (Schaubild). Nach den von der Bundesbank berechneten saisonbereinigten und inflationsbereinigten Werten hat sich der Umsatz des Einzelhandels (Index 2010=100) nach einem tiefen Einbruch am Ende des vergangenen Jahres erholt. Noch spricht das allerdings nicht dafür, dass über den ganzen Winter gesehen eine Belebung des privaten Verbrauchs und damit der gesamten Binnennachfrage zu erwarten ist. Dafür war der Einbruch zuvor zu tief. Schließlich sind wir vom Niveau Mitte der 1990er Jahre noch immer ein gutes Stück entfernt, wie der Grafik zu entnehmen ist:

2013_04_03_Konjunkturindikatoren_Grafik1

Wie wenig der private Verbrauch zur wirtschaftlichen Belebung seit vielen Jahren beiträgt, sei hier noch einmal anhand eines Vergleichs mit der Situation in den 1990er Jahren gezeigt: Damals zog der private Verbrauch das Wirtschaftswachstum hinter sich her; in den Jahren seit der EWU ist es genau umgekehrt. Entgegengesetzt dazu verläuft die Bedeutung des Saldos des Außenhandels: War der in den 1990er Jahren mit ungefähr 1% des BIP im Minus, explodierte er ab 2001.

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Am Arbeitsmarkt hat sich die Lage im März 2013 klar verschlechtert. [...]

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