Zur Konjunktur in Deutschland: Auftragseingänge im Plus, Fahrzeugzulassungen im Minus, insgesamt geht es bergab

Letzten Freitag gab das Bundeswirtschaftsministerium in einer Pressemitteilung bekannt: „Mit der aktuellen Belebung der Bestelltätigkeit wird die Schwächephase der Industrie mehr und mehr überwunden. … Die von den Stimmungsindikatoren vorgezeichnete allmähliche Belebung der Industriekonjunktur wird zunehmend auch durch die realwirtschaftlichen Indikatoren bestätigt.“ Das ist die regierungsamtliche Interpretation der Februarwerte für den Auftragseingang der Industrie.

Setzt man die wohl vom heraufziehenden Wahlkampf rosarot gefärbte Brille allerdings ab, muss man ernüchtert feststellen: Die neuesten Daten zur Konjunktur in Deutschland zeigen ein gemischtes Bild. Zwar erholte sich der Auftragseingang der Industrie im Februar (+2,3%) von seinem Rückgang im Januar (-1,6%), aber im Zweimonatsvergleich gegenüber November und Dezember 2012 schrumpft dieses positive Signal auf +0,1% zusammen, die Werte gegenüber dem Vorjahr sind noch schlechter (Februar 0%, Januar -2,1%). Ein etwas weiterer Blick zurück (vgl. Abbildung) zeigt, dass wir uns in einer Seitwärtsbewegung befinden.

2013_04_09 Auftragseingang
Die Schwäche der Neuzulassungen für Kraftfahrzeuge im März (-17,1%) ist ein Alarmsignal und leider kein Ausreißer, wie man am Wert des gesamten ersten Quartals gegenüber dem Vorjahr (-12,9%) ablesen kann. In einer insgesamt schwachen Weltkonjunktur und einer schweren Rezession in Europa kann sich Deutschland immer weniger den retardierenden Kräften entziehen, [...]

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