Vorsorgen durch Sparen?

Immer wieder erlebe ich bei meinen Vorträgen, dass viele Menschen und sogar viele Finanzexperten nicht verstehen, dass das Geld, das der Sparer zur Bank trägt, nicht von dort einfach in die Zukunft getragen wird. Unsere Vorstellung vom Sparen ist offenbar ganz wesentlich geprägt vom Sparen im Sinne des Zurücklegens von konkreten Gütern, die wir später konsumieren, wie es etwa das Eichhörnchen vormacht. Wir legen aber keine Güter zurück, wenn wir versuchen zu sparen. Im Gegenteil, in einer modernen Marktwirtschaft mit Papiergeld sind wir darauf angewiesen, dass unsere Ersparnisse sofort verwendet werden, was heißt, dass jedem Sparer ein Schuldner gegenübersteht, der die Ersparnisse ausgibt. Dazu hier zur Auffrischung ein leicht modifizierter Ausschnitt aus meinem Buch „Die Marktwirtschaft des 21. Jahrhunderts“.

Renten und Zukunft

Die Rentendebatte dreht sich in erster Linie immer noch um die Frage, wie man eine Rente demographiefest macht. Unter Rot-Grün wurde dazu die Rentenversicherung „modernisiert“. Eine sozialdemokratisch geführte Bundesregierung mit einem Arbeitsminister namens Riester hat zu Beginn dieses Jahrtausends eine „Jahrhundertreform“ bei der Rente gemacht und damit bestätigt, was schon seit Jahren von Interessenvertretern und interessierten Wissenschaftlern in die Welt gesetzt worden war: Dass nämlich die deutsche Rente nicht sicher sei. Damit wurde die völlig richtige Aussage, [...]

Guter Journalismus hat seinen Preis

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