Ifo: Nichts Neues und kein Aufschwung weit und breit

Wie von uns seit Anfang des Jahres erwartet, stagniert die deutsche Wirtschaft auch im zweiten Quartal. Der ifo-Index, der gestern für Juni veröffentlicht wurde und sich kaum bewegt, bestätigt das Bild, das man ohnehin aufgrund der Auftragseingänge in der Industrie haben musste. Wenn Bundeskanzlerin Angela Merkel, wie sie das vor einigen Tagen in einem Interview mit Bloomberg getan hat, davon spricht, man werde den richtigen Mix aus steigender Binnennachfrage und Export finden, weiß man nicht, wovon sie spricht. Selbst die Erwartungen im ifo-Index gehen nur deswegen leicht nach oben, wie das Institut selbst berichtet, weil sich die Exporterwartungen verbessert haben.

ifo-AE-Juni

Export ist in dieser fragilen Weltwirtschaft aber kein verlässlicher Pfeiler für die Konjunktur. Hinzu kommt, und deswegen hatte Frau Merkel das wenige Tage vor dem G8-Treffen in Irland gesagt, dass der internationale Druck auf Deutschland zunimmt, mehr für seine Binnennachfrage zu tun und den riesigen Leistungsbilanzüberschuss abzubauen.

Allerdings, nur einmal das Richtige unter Druck der Partnerländer zu sagen, reicht bei weitem nicht, um die Verhältnisse zu ändern. Nichts spricht dafür, dass sich die deutsche Binnennachfrage in diesem oder im nächsten Jahr belebt und Entlastung an der Außenfront schafft. [...]

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