Archiv flassbeck-economics | 22.07.2013 (editiert am 25.05.2016)

Quo vadis, EWU? Teil 3: Spekulation auf Wechselkurse – Stolperstein für jedes Währungssystem?

Kann ein Währungssystem die Gratwanderung zwischen Inflationsausgleich und Spekulationsanfälligkeit meistern? Das war die Frage, mit der Teil 2 dieser Serie endete und mit der ich mich in diesem Beitrag auseinandersetze.

Spekulation kann immer dann gewinnträchtig betrieben werden, wenn man Preisentwicklungen richtig vorhersieht. Dann kann man sich auf die Marktseite begeben, zu deren Gunsten sich die Preise entwickeln werden, und nach Eintritt der prognostizierten Entwicklung seine Geschäfte gewinnbringend abwickeln. Ein Beispiel: Wer die Steigerung eines Rohstoffpreises richtig voraussieht, kann diesen Rohstoff (oder Wertpapiere, die auf diesen Rohstoff lauten) einkaufen und nach eingetretener Preissteigerung verkaufen. Die Differenz von Einkaufs- und Verkaufspreis ist (abzüglich der Transaktionskosten) sein Spekulationsgewinn. (Das funktioniert auch bei fallenden Preisen, z.B. mittels Leerverkäufen.)

Genau so verhält es sich mit dem Preis einer Währung: Wer glaubt, dass eine Währung überteuert ist, d.h. dass pro Einheit dieser Währung zu viele Einheiten anderer Währungen gezahlt werden, und dass dieser Zustand in absehbarer Zeit nicht anhalten wird, sondern die Währung billiger werden wird, der kann Bestände, die er in dieser Währung hält, verkaufen. Sinkt der Preis der Währung dann tatsächlich, kann er nach der Wechselkursänderung seine Devisen wieder in die ursprüngliche Währung zurücktauschen und erhält (nach Abzug der Transaktionskosten) nominal mehr, [...]

Nichts schreibt sich von allein!

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