Archiv flassbeck-economics | 18.07.2013 (editiert am 25.05.2016)

Quo vadis, EWU? Teil 2: Lehren aus dem EWS

Der erste Teil dieser Serie zur Eurokrise endete mit folgendem Zitat aus Rudolf Hickels Beitrag „Raus aus dem Euro, zurück ins Chaos“ in den Blättern für deutsche und internationale Politik: „Wie auch immer die alternativ zum Euro vorgeschlagenen Wechselkursregime im Einzelnen ausfallen, am Ende würden die spekulativen Triebkräfte die Wechselkursbildung irrationalisieren.“ In diesem zweiten Teil will ich mich mit der Frage beschäftigen, ob es tatsächlich keine andere Möglichkeit gibt, die Devisenspekulationen auszutrocknen, als die, ihnen die Basis dadurch zu entziehen, dass man die Währungen relativ kleiner Länder abschafft und große Währungsräume bildet. Denn das wäre ein starkes Argument für den Erhalt des Euro.

Hintergrund von Rudolf Hickels Zweifel an der Machbarkeit eines Währungsverbundes, der Spekulationen gegen die Währungen einzelner Mitgliedsländer auf Dauer Stand hält, dürfte die Entwicklung sein, die das Europäische Währungssystem (EWS) genommen hat, das dem Euro vorausging. Dieses System stellte einen Verbund mehrerer europäischer Währungen dar, innerhalb dessen sich die Notenbanken der teilnehmenden Staaten zu gegenseitigen Stützungskäufen ihrer Währungen verpflichteten, um deren Wechselkurse einigermaßen stabil zu halten. Genau genommen durften die Wechselkurse nur in einer Bandbreite von ± 2,25 Prozent um den Wert schwanken, den die Notenbanken miteinander vereinbart hatten. Nur für Italien galt eine größere Bandbreite (± 6 Prozent). [...]

Nichts schreibt sich von allein!

Nur für Abonnenten

MAKROSKOP ist das Magazin einer Neuen Monetären Ökonomik und damit in Deutschland einzigartig. MAKROSKOP steht für das große Ganze. Wir haben einen Blick auf Geld, Wirtschaft und Politik, den Sie so woanders nicht finden.

Dabei leben wir von unseren Autoren – Quer- und Weitdenkern –, ihren Recherchen, ihrem Wissen und ihrem Enthusiasmus. Gemeinsam scheren wir aus den schmaler werdenden Leitplanken des Denkbaren aus. Wir verlassen die journalistische Filterblase, in der sich viele eingerichtet haben. Wir öffnen Fenster und bringen frische Luft in die engen und verstaubten Debattenräume.

Das verschafft uns nicht nur Freunde.

Wenn Sie uns gerade deswegen unterstützen möchten, dann folgen Sie einfach dem Button. Alle Abonnements beginnen ganz unverbindlich und sofort kündbar mit einer zweiwöchigen Testphase.

Testen Sie Makroskop

Anmelden