Auftragseingang: Der wichtigste Indikator rutscht weiter ab und die Investitionen gehen erneut zurück

Vergangenen Donnerstag wurde der wichtigste Indikator für die deutsche Konjunktur, der Auftragseingang in der Industrie, veröffentlicht. Im Mai sind die Aufträge weiter gesunken. Das allerdings war dem Großteil der deutschen Presse keine Meldung wert. Wenn man am Freitag „Auftragseingang Deutschland“ bei Google suchte, bekam man nur eine einzige Meldung aus den „deutschen Leitmedien“, nämlich von der WELT. Zwar wird jede noch so dubiose Umfrage, die Jubelmeldungen zulässt, breit aufgemacht, eine ernsthafte Information ihrer Leser streben die Medien allerdings nicht an, es genügt ja, die richtige Stimmung zu verbreiten.

Auftragseingang-Juli 2013

Seit Mitte 2011 (2011 ist kein Druckfehler!) geht es, wie die Graphik anschaulich zeigt, mit der deutschen Konjunktur schon seitwärts bis bergab, aber die deutsche Öffentlichkeit hat das noch nicht erreicht. Besonders beeindruckend ist das bei der Reihe, die eigentlich das Herzstück der deutschen Wirtschaft repräsentiert, den Auftragseingängen der Investitionsgüterproduzenten aus dem Inland. Es handelt sich deshalb um das Herzstück, weil sich hier zeigt, wie sich der deutsche Kapitalstock entwickelt, der unsere gegenwärtige und zukünftige Produktivität wesentlich bestimmt. Bei diesem Index (normiert auf 2010 = 100) lag der Hochpunkt im Sommer 2011 bei 115 Punkten und ist mittlerweile abgerutscht auf unter 100. [...]

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