Das deutsche Wirtschaftswunder – und wie es wirklich war: Auch ein neuer Film erzählt nur die halbe Wahrheit

Montagabend lief im Ersten Deutschen Fernsehen der Dokumentarfilm „Unser Wirtschaftswunder“. Das Erste Programm schreibt selbst dazu: „Am Ende der spannenden Reise wird klar, dass kaum einer der beliebten Glaubenssätze der wissenschaftlichen Überprüfung standhält und dass der rasante wirtschaftliche Aufstieg der Bundesrepublik zwar ein großer Glücksfall, aber alles andere als ein Wunder war.“ Die FAZ kommentiert: „Alles war ganz anders als gedacht“.

Das stimmt, alles war ganz anders als gedacht, aber leider auch wieder ganz anders, als es offenbar in diesem Film erzählt wird. Dort werden zwar Wirtschaftshistoriker befragt, aber die haben auch nur die üblichen bekannten Faktoren im Sinn, selbst wenn sie nicht einfach der Legende hinterherlaufen. Wie immer in solchen Fällen wird vollkommen vergessen, wie die makroökonomischen Bedingungen in dieser Zeit waren. Die kommen bei den Wirtschaftshistorikern meist nicht vor, weil die keine makroökonomische Analyse durchführen, sondern sich an konkreten und greifbaren Ereignissen wie dem Marshall-Plan entlang hangeln.

Eine alternative Geschichte des Wirtschaftswunders unter Berücksichtigung der makroökonomischen Bedingungen haben wir 2007 in unserem Buch „Das Ende der Massenarbeitslosigkeit“ geschrieben. Für diejenigen, die dieses Buch nicht kennen, auf den folgenden Seiten ein kleiner Auszug aus dem Abschnitt über die Legende vom Wirtschaftswunder. [...]

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