Der letzte Schuss: Die Zinssenkung der EZB ist der verzweifelte Versuch, Deflation abzuwenden

Für heute hatten wir schon Anfang der Woche den folgenden kurzen Beitrag auf flassbeck-economics geplant:

„Der Euro ist seit einiger Zeit stark, vor allem gegenüber dem US-Dollar. Das sollte uns zu denken geben. Es könnte die Reaktion der Märkte auf die von Bundeskanzlerin Angela Merkel ausgerufene Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit für ganz Europa sein. Vielleicht reagieren die Devisenmärkte auch schon auf die Tatsache, auf die manche Politiker ja richtig stolz sind, dass nämlich in diesem Jahr die gesamte Europäische Währungsunion einen deutlich steigenden Leistungsbilanzüberschuss aufweist. In Italien ist bei sinkenden Importen ein Überschuss schon geschafft und auch Spanien scheint dieses Jahr positiv abzuschließen.

Wenn alle Länder in Europa dem deutschen Beispiel folgen und versuchen, so wie das Spanien und Griechenland schon getan haben, über relative und sogar absolute Lohnsenkung ihre Wettbewerbsfähigkeit gegenüber dem Rest der Welt zu verbessern, und wenn Deutschland unbeirrt daran festhält, dass es selbst seine Wettbewerbsfähigkeit gegenüber den anderen Regionen wahren muss, dann gibt es für den Euro vermutlich sehr bald nur noch eine Richtung, nämlich nach oben, was heißt in Richtung Aufwertung.

Was tut die Politik in der Europäischen Währungsunion unter Führung Deutschlands dann eigentlich? Es ist ja logisch, dass ein starker Euro die gesamte schmerzhafte Anstrengung, [...]

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