Was wurde aus dem arabischen (Wirtschafts-)Frühling?

Ich habe Mitleid mit dem armen Immigranten
Der durch den Dreck stapft
Der seinen Mund mit Lachen füllt
Und seine Stadt aus Blut baut
Dessen Visionen am Ende
Wie Glas zerbrechen.

Bob Dylan, “Pity the Poor Immigrant”

Das Ringen der arabischen Bevölkerung mit ihren scheinbar unbezwingbaren Regimen dauert nun schon fast drei Jahre. Aber dieser Kampf von Millionen, der weltweit begrüßt und „Arabischer Frühling“ genannt wurde, ist immer noch unentschieden, und die Situation hat sich inzwischen verschlechtert.

Die ersten hoffnungsvollen Anzeichen, dass sich in der Region eine revolutionäre, demokratische Transformation vollziehen könne, ist für viele ihrer Unterstützer einem tiefen Pessimismus gewichen und es überwiegt die Skepsis, ob die Menschen in der Region sich von dem schlimmen Erbe freimachen  können, das von Stammesdenken, religiösem Sektierertum und ethnischer Rivalität geprägt ist. Die ersten Proteste, die Brot, Jobs und soziale Gerechtigkeit forderten, sind einem mörderischen Bürgerkrieg und regionalen Konflikten wie in Syrien gewichen, oder sie wurden durch die Restauration populistischer Militärregime wie in Ägypten verdrängt oder durch den Zwist inter-muslimischer Sektierer und eine Vielzahl unentschiedener Auseinandersetzungen in der Region. Warum ist die Sache so aus dem Ruder gelaufen?

Von Anfang an gab es mindestens zwei unterschiedliche Geschichten über die Massenbewegung, [...]

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