Die monetäre Limitierung des Wohlstands

In armen Ländern wird nicht weniger hart gearbeitet, nur ist die harte Arbeit weniger effizient. Der Feldarbeiter, der nicht Chefarzt werden konnte, am Rand der Straße ein Zeitungsverkäufer, der Ingenieur sein könnte, die Putzfrau, die keine Stelle als Dolmetscherin bekam. Alle arbeiten noch härter, als sie es für bessere Berufe gezwungen wären. Aber für Krankenhäuser mit Chefärzten und die Behandlung der Patienten fehlte Geld, das gespart werden musste. Der Ingenieur hätte die Maschinen gebaut für die Feldarbeit, die man noch von Hand erledigen muss, aber der Bauer hat für Maschinen kein Geld, weil die Konsumenten kein Geld haben, darum muss der Ingenieur am Straßenrand Zeitungen verkaufen.

Wohlstand resultiert nicht aus härterer Arbeit und größerer Sparsamkeit, die einen besseren Kapitaleinsatz in der Produktion ermöglichen würde, jedenfalls gilt dies nicht für die Gesamtwirtschaft.

Dass die harte Arbeit nicht viel einbringt, liegt an der Art der Tätigkeit. Die Maschine zu bedienen, ist weniger anstrengend, als die Arbeit von Hand zu machen. Die Maschine zu produzieren, würde auch das Einkommen schaffen, sie zu kaufen, da hatte der französische Ökonom Say völlig Recht.

Ist die Ursache von Armut die Sparsamkeit, zu der arme Menschen in armen Ländern gezwungen sind? [...]

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