Die Zerstörung von Kapital in der Krise

Es gibt nicht wirklich eine Immobilienblase, also zu viele Wohnhäuser für zu wenige Familien, in einer Immobilienkrise:
2013_12_11_Waldner_640px-AbandonedHouseDelrayDie Menschen haben auch nicht über ihre Verhältnisse gelebt, denn die Häuser konnten ohne Probleme gebaut werden. Nur die Hypotheken wurden mit dem Zinsanstieg zu teuer und die Preise der Immobilien fielen seitdem:2013_12_11_Waldner_800px-LeitzinsenDE_(1999–2013)Ganz aktuell war die Schädigung des Produktionspotenzials durch fehlende Güternachfrage das Thema der jährlichen Forschungskonferenz des IWF vom 7.-8. November 2013 zum Thema “Crises: Yesterday and Today”, die Paul Krugman in seiner Freitagskolumne in der NY-Times vom 7. November 2013 kommentiert hat.

Ein ehemaliger und zwei amtierende Direktoren des Federal Reserve Board haben das wichtigste Diskussionspapier vorgelegt, in dem festgestellt wird, dass die Finanzkrise das Produktionspotenzial der Ökonomie auf einen niedrigeren Entwicklungspfad geworfen hat, derzeit etwa 7% unter dem Potenzial des BIP, das vor 2007 zu erwarten gewesen wäre. Ein wesentlicher Teil des Schadens auf der Seite des Güterangebots sei durch die Schwäche der gesamtwirtschaftlichen Nachfrage entstanden. Man beachtet jetzt also die Nachfrage im Gegensatz zur üblichen Sicht, dass die Politik sich nur um die Angebotsseite zu kümmern habe.

Krugman verweist in seiner Kolumne auf die wegen zu schwacher Nachfrage unterbliebenen Investitionen, [...]

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