Keynes in einem Satz

In diesem Satz ist die monetäre Konjunkturtheorie von Keynes enthalten:

„Der Bestand an Kapital und das Niveau der Beschäftigung werden folglich schrumpfen müssen, bis das Gemeinwesen so verarmt ist, dass die Gesamtersparnis Null geworden ist, so dass die positive Ersparnis einiger Individuen oder Gruppen durch die negative Ersparnis anderer ausgeglichen wird“.

„Hence the stock of capital and the level of employment will have to shrink until the community becomes so impoverished that the aggregate of saving has become zero, the positive saving of some individuals or groups being offset by the negative saving of others“.

John Maynard Keynes: The General Theory of Employment, Interest and Money, Chapter 16/III

Keynes hielt den Kapitalmangel in der Ökonomie für nicht besonders groß und erwartete ein Sinken der Renditen, bis weitere Investitionen für Unternehmer nicht mehr rentabel sind. Ohne Nettoinvestition fehlt die einzige Möglichkeit für reale Ersparnisse der Ökonomie, weil das Geldvermögen einer Ökonomie immer Null bleibt. Geld sparen kann nur der Einzelne, wenn andere sich dafür verschulden.

Sind Investitionen nicht mehr rentabel, muss das Gemeinwesen so stark verarmen, dass nicht mehr gespart werden kann, wenn nicht eine einsichtige Geld- und Finanzpolitik das Problem des privaten Sparens mit anderen Mitteln löst, [...]

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