Proteste in Italien – damit wollen die deutschen Medien den Bürger nicht beunruhigen

Über die Proteste und Demonstrationen in der Ukraine wird Tag für Tag in den deutschen Medien in großer Ausführlichkeit berichtet. Da geht es ja auch gegen den richtigen Gegner in Moskau, und die Demonstranten tun das, was die deutsche Politik und die Medienlandschaft von ihnen erwartet: Sie sind für Europa und bestätigen scheinbar auf diese Art und Weise, dass all das, was hier geschieht, doch immer nur gut und richtig ist.

Über massive Proteste in Italien in diesen Tagen kann man in den deutschen Medien fast nichts finden (ich habe lediglich in der FAZ einen kleinen Hinweis an einem ansonsten durchweg „positiven“ Artikel über Italiens Regierungschef entdecken können). Ja, in Italien gibt es Proteste einer „Mistgabelbewegung“, die keinem Parteienbündnis zuzuordnen ist. Die Financial Times schreibt gar dazu, dass Italiens Establishment von den „pitchfork protests“ erschüttert wird.

Das Besondere an der Bewegung scheint zu sein, dass sie sich aus ganz unterschiedlichen Gruppen der Gesellschaft speist, die alle nur im Sinn haben, die gegenwärtige Regierung und möglichst viele Politiker zum Teufel zu jagen. Das ist extrem gefährlich, weil undifferenzierte Angriffe auf „die Politik“ schlechthin der Nährboden für radikale Bewegungen sind, die dem Volk versprechen, [...]

Guter Journalismus hat seinen Preis

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