Wie Keynes die orthodoxe Ökonomie widerlegt hat

Nach Ansicht der Klassiker wurde immer mit dem gesamten Kapital und allen Arbeitern produziert. Als Lohn wurde nur das Existenzminimum gezahlt, da gab es keinen Grund, einen Arbeiter unbeschäftigt zu lassen, jedenfalls in der Theorie.

Bei den Neoklassikern wurde ebenfalls mit allem Kapital produziert, denn was sollte man mit Kapital sonst anfangen, nur die Arbeiter konnten jetzt zu hohe Löhne fordern, so dass nur die Arbeiter beschäftigt wurden, die mit dem ihrer Grenzproduktivität entsprechenden Lohn zufrieden waren. Wer dann einen überhöhten Lohn forderte, war freiwillig arbeitslos – in der Theorie.

So wurden die verfügbaren Produktionsfaktoren immer voll eingesetzt und es konnte gar keine Unterauslastung des Produktionspotenzials geben.

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In der Grafik oben sehen Sie auf den ersten Blick, was die Professoren mit dem Gesetz des Franzosen Say ihren Studenten meist ausführlich erläutert haben, dass genau in der Höhe der Produktion Einkommen aus Kapitaleinkünften und Löhnen entsteht. Mit diesem Einkommen konnten immer alle produzierten Güter nachgefragt und verkauft werden, denn entweder haben die Haushalte Konsumgüter gekauft oder mit ihrer Ersparnis die Investition finanziert, sogar die Investition in unverkäufliche Lagerbestände der Unternehmen.

Say hatte bewiesen, dass wegen der Identität von Produktion und Einkommen eine Steigerung der Produktion niemals an fehlender Nachfrage scheitern kann. [...]

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