Leserbrief: Medienberichterstattung zu François Hollande

Die Pressekonferenz des französischen Präsidenten in dieser Woche hat ein erhebliches Medienecho erzeugt. Mit Beiträgen aus der deutschen Presse hat sich einer unserer Leser kritisch auseinandergesetzt, der uns folgendes schrieb.

„Der in der ‚linksliberalen‘ Frankfurter Rundschau veröffentlichte Kommentar zur Pressekonferenz des französischen Präsidenten François Hollande unterscheidet sich kaum von jenen Kommentaren, die in dezidiert rechtskonservativ-neoliberalen Medien publiziert werden. Einmal mehr drängt sich der Verdacht auf, dass die Frankfurter Rundschau seit der Übernahme durch die FAZ-Gruppe zunehmend im herrschenden Meinungsmainstream mitschwimmt.

In dem  Beitrag der Frankfurter Rundschau schreibt FR-Redakteur Axel Veiel: ‚Denn auch wenn sich Hollande gehütet hat, von schmerzlichen Opfern zu sprechen – sie sind unvermeidlich. Die Zeiten, da Frankreich ein Drittel des im Lande Erwirtschafteten in Sozialleistungen stecken konnte, sind vorbei.‘

Laut europäischem Statistikamt Eurostat betrug die Sozialquote (Sozialleistungen in Prozent des BIP) im Jahre 2010 (vorläufige Werte) für Frankreich 33,8 Prozent, für Deutschland 30,7 Prozent (siehe http://bit.ly/1kHlD57 S. 10). Die dänische Sozialquote lag mit 33,3 Prozent nur knapp unterhalb des französischen Wertes. Von schädlichen Auswirkungen der vergleichsweise guten sozialen Absicherung der dänischen Bürgerinnen und Bürger auf die dortige Wirtschaft ist nichts bekannt. Die deutsche Sozialquote wurde im Jahre 2010 gar von der griechischen Sozialquote (29,1 Prozent) unterboten, [...]

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