Panik an den Börsen – Sind Probleme der Entwicklungsländer die Ursache?

Vergangenen Freitag kam es zu einem Mini-Crash an den Börsen, und man rätselt über den Auslöser. Weil gleichzeitig einige Währungen von Entwicklungs- und Schwellenländern in die Knie gegangen sind, vermutet man dort die Ursache. Wie immer in solchen Fällen, ist es aber nicht so einfach, wie es aussieht.

Zunächst ist klar, dass es einer massiven Korrektur des weit überzogenen Börsenhype bedarf. Wir haben im Oktober hier bereits betont, dass neue Blasen im Entstehen sind, auch wenn die Marktteilnehmer selbst und die Politik nicht bereit sind, das zur Kenntnis zu nehmen. Was den Ausstieg aus dem ohne Sinn und Ziel nach oben rauschenden Börsenzug dann auslöst, ist wenig entscheidend. Immer findet sich früher oder später ein Ereignis, das zur Ernüchterung beiträgt und die Herden der Zocker zum überstürzten Aussteigen bringt. Versuche, das rational zu erklären, sind von vorneherein sinnlos.

Dass Argentinien diesmal im Zentrum der Aufmerksamkeit steht, ist nicht überraschend angesichts der Tatsache, dass das Land ob seiner heterodoxen Politik seit vielen Jahren in der internationalen Presse heftig unter Beschuss steht und man sozusagen nur darauf wartet, dass etwas passiert, was die lange gehegten Vorurteile bestätigt. Eigentlich ist das Land eine Erfolgsgeschichte nach seiner Währungskrise im Jahr 2002, [...]

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