Die wirtschaftliche Lage in der Ukraine und die Herausforderungen für eine neue Regierung

Was man jetzt schon klar sehen kann: Die Ukraine wird zum nächsten Kandidaten für eine gescheiterte Revolution, weil der Westen jeder neuen Regierung als Gegenleistung für Kredite Bedingungen auferlegt, die den Sinn der Revolution sofort zunichte machen. Tunesien und Ägypten lassen grüßen.

Wie die Nachdenkseiten es gestern ausgedrückt haben: Die Hilfsangebote des Westens müssen als echte Bedrohung für die Ziele der Menschen angesehen werden, die für eine bessere und freiere Gesellschaft auf die Straße gegangen sind.

Die Ukraine ist in einer vergleichbaren Lage wie die osteuropäischen Länder Bulgarien und Rumänien, die wir hier (der gesamte Artikel nur im Abonnement) vor Kurzem analysiert haben. Wachstum gibt es nach einer kurzen Erholung unmittelbar nach der Finanzkrise nicht mehr, weil der Konsum, auf den sich das Wachstum bis dahin gestützt hat, nicht mehr expandieren kann. Man versucht nämlich, Lohnsteigerungen zu verhindern, weil die internationale Wettbewerbsfähigkeit akut gefährdet ist. Allerdings ist die Situation in der Ukraine noch dramatischer als in Bulgarien und Rumänien, denn das Land weist auch aktuell noch ein riesiges Leistungsbilanzdefizit auf (über sieben Prozent vom BIP, vgl. Abbildung 1). Das bedeutet, dass die Ukraine einen hohen Bedarf an Finanzierung über die Kapitalmärkte hat. [...]

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