Rohstoffspekulation – der Stand der Dinge

Nach der Diskussion, die vergangene Woche auf Einladung der Deutschen Bank in Frankfurt stattgefunden hat, muss man konstatieren, dass sich die Fronten zwischen Befürwortern der Rohstoffspekulation (besser: Rohstoffinvestments) und der Kritiker weiter unversöhnlich gegenüberstehen. Für mich war interessant zu sehen, dass der eigentliche Knackpunkt der Analyse ganz offensichtlich nicht verstanden wird. Und ich meine wirklich, dass es hier ums Verstehen geht, selbst wenn viele derer, die sich beteiligen, von vornherein nichts anderes versuchen, als die Position zu bestätigen, dass der Markt nichts falsch machen kann. Das Problem ist aber wie in anderen Bereichen auch, dass man der Ökonomie als Wissenschaft meist gar keine Chance gibt, sondern mit feststehenden Vorurteilen in eine solche Debatte geht.

Für die Diskussion in Frankfurt haben meine beiden ehemaligen Kollegen bei UNCTAD, David Bicchetti und Nicolas Maystre, die empirische Evidenz aktualisiert, die sie schon in ihrem Beitrag auf flassbeck-economics im Februar 2013 erwähnt hatten und zu der sie mehrere Artikel veröffentlicht haben.

2014_04_23 Abb 1 Monthly average dyn cond correlation WTI

Die beiden Autoren berechnen, wie stark der Zusammenhang zwischen den durch Preisschwankungen auf Rohstoffmärkten (hier WTI futures, also dem Preis einer bestimmten Sorte Rohöl zu einem in der Zukunft liegenden Termin) und den durch Preisschwankungen von Aktienindizes (hier E-mini S&P 500 futures) erzielbaren Erträgen ist. [...]

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