Die deutsche und europäische Konjunktur im Frühjahr 2014: Gemischte Zeichen, aber keine Besserung in Euroland

Wir haben uns entschlossen, die Konjunkturberichte, die wir sonst in kleinen Stücken getrennt veröffentlicht haben, immer zur Monatsmitte zusammenzufassen, weil man dadurch – auch hinsichtlich der Entwicklung in Europa – leichter den Überblick behält über das, was aktuell von Bedeutung ist und welches Gesamtbild sich daraus ergibt.

Gestern meldete das Statistische Bundesamt, dass nach seiner ersten Schätzung die deutsche Wirtschaft im ersten Quartal um 0,8 Prozent gewachsen ist (vgl. Abbildung 1).

Abbildung 1

BIP D sb

Das sieht erfreulich aus. Das Bundesamt relativiert diese Zahl jedoch: „Bei diesem kräftigen Wachstum zum Jahresbeginn spielte allerdings auch die extrem milde Witterung eine Rolle“, ist im vierten Satz der Pressemitteilung zu lesen. Das Wetter dürfte also die Bauinvestitionen gestützt haben. Die Inlandsnachfrage war zum ersten Mal seit langer Zeit spürbar erhöht, was zu den Umsätzen des realen Einzelhandels in den ersten drei Monaten passt (vgl. Abbildung 2) – wir waren darauf bereits vor einem Monat kurz eingegangen.

Abbildung 2

Einzelhandel D

Gestern gab es von Eurostat auch eine erste Schätzung für die saisonbereinigte Entwicklung des realen Bruttoinlandsprodukts in der Eurozone (vgl. [...]

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