Die Logik der flash boys und warum die FAZ schon wieder daneben liegt

Was man vom Wirtschaftsteil der FAZ zu halten hat, ist bekannt. Dass diese Zeitung, um welches Thema es auch immer geht, sogar gegen jede Logik das Dogma des immer effizienten Marktes verteidigt, ist seit Langem klar. Dass in dieser Zeitung aber nicht einmal bei einem neuen, in seinen Auswirkungen wirklich noch nicht voll verstandenen Phänomen reflexartig wieder das Marktergebnis als effizient angesehen und entsprechend verteidigt wird, ist eigentlich nur noch lächerlich.

Ich beschäftige mich trotzdem erneut damit, weil es immens wichtig ist, dass viele Leute verstehen lernen, was da gespielt wird, wer profitiert und wer verliert unter den gegenwärtigen Spielregeln. Denn nur wer die Logik der Spielregeln und ihre Ergebnisse begreift, kann begründen, warum er diese Spielregeln für unsere Gesellschaft als schädlich ansieht und welche Änderungen er deshalb konkret fordert. Je mehr Menschen sich nicht durch das Fachchinesisch der Finanzbranche an der Nase herumführen oder gleich vom Mitdenken abhalten lassen, desto eher besteht die Chance, Mehrheiten für sinnvolle Regulierungen zu organisieren.

Doch zurück zur FAZ. Sie verteidigt das Marktergebnis aktuell beim Thema Hochfrequenzhandel, der in einem gerade erschienenen Buch („Flash Boys“ von dem amerikanischen Reporter Michael Lewis) für massenhafte Manipulation des Marktes verantwortlich gemacht wird. Und wie fast immer hat die FAZ einen deutschen Professor zur Hand (meist von der verdächtig einseitigen Frankfurt School of Finance), [...]

Guter Journalismus hat seinen Preis

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