Archiv flassbeck-economics | 25.07.2014 (editiert am 25.05.2016)

Lateinamerika – eine erste Bewertung der jüngeren Entwicklung

Viele Leser haben uns immer wieder gebeten, die lateinamerikanische Entwicklung der vergangenen zwei Jahrzehnte genauer anzuschauen und ähnlich wie für Europa, vergleichende Länderberichte zu schreiben. Damit wollen wir heute beginnen, wenngleich die datenmäßigen Voraussetzungen weniger günstig als in Europa sind. Die EU leistet mit einer gemeinsamen detaillierten (und zu einem Teil harmonisierten) Datenbasis einen kaum zu unterschätzenden Service bei der Analyse der wirtschaftlichen Abläufe.

Wir haben im ersten Schritt fünf Länder ausgewählt, die in mancher Hinsicht charakteristisch für Lateinamerika sind. Auf der einen Seite die agrarisch und industriell führenden Länder Argentinien, Brasilien und Mexiko, auf der anderen die beiden stärker von Rohstoffen und insbesondere vom Öl profitierenden Staaten Ecuador und Venezuela.

Wir werden heute nur kursorisch die wichtigsten Daten für diese Länder präsentieren und später, wenn wir einen Überblick über ganz Lateinamerika gewonnen haben, einige zentrale wirtschaftspolitische Fragen noch einmal im Detail anschauen. Im Lichte der jüngsten Diskussion über die BRICS und angesichts der wichtigen Rolle, die Brasilien dabei spielt, sollte Lateinamerika tatsächlich stärker in den Fokus einer kritischen Analyse genommen werden.

Das Positive vorweg. In den hier betrachteten Ländern gehören die meisten Jahre seit der Jahrtausendwende eindeutig zu den guten Jahren. Die Wirtschaften verzeichneten durchaus ansehnliches Wachstum und die Arbeitslosigkeit konnte, [...]

Nichts schreibt sich von allein!

Nur für Abonnenten

MAKROSKOP ist das Magazin einer Neuen Monetären Ökonomik und damit in Deutschland einzigartig. MAKROSKOP steht für das große Ganze. Wir haben einen Blick auf Geld, Wirtschaft und Politik, den Sie so woanders nicht finden.

Dabei leben wir von unseren Autoren – Quer- und Weitdenkern –, ihren Recherchen, ihrem Wissen und ihrem Enthusiasmus. Gemeinsam scheren wir aus den schmaler werdenden Leitplanken des Denkbaren aus. Wir verlassen die journalistische Filterblase, in der sich viele eingerichtet haben. Wir öffnen Fenster und bringen frische Luft in die engen und verstaubten Debattenräume.

Das verschafft uns nicht nur Freunde.

Wenn Sie uns gerade deswegen unterstützen möchten, dann folgen Sie einfach dem Button.

Abonnieren

Anmelden