Wie der flexible amerikanische Arbeitsmarkt wirklich funktioniert – und warum das schlecht für die Wirtschaft ist

Die Financial Times brachte dieser Tage (unter dem Titel: „US jobs: Slim pickings“) ein großartiges Stück darüber, wie sich in den USA ein konjunktureller Aufschwung in höheren Löhnen niederschlägt – oder eben auch nicht. Die FT schildert den Fall eines Geschäftes, das in den vergangenen Monaten die Löhne seiner Angestellten erhöht hat, weil, so die Eigentümer, sie den Eindruck hatten, dass „da draußen weniger Leute wären, weniger, aus denen man auswählen könnte“ („We felt there were less people out there, there were less to pick from“), und sie kein Personal verlieren wollten.

An anderer Stelle berichtet die Zeitung von einer „staffing and recruiting company“ in Charlottesville, deren Gründerin sagt, sie sehe keine große Nachfrage nach höheren Löhnen („I am not seeing a huge demand for increased wages“), sondern es gebe immer noch eine Menge Leute, die dankbar sind, wenn sie einen Job bekommen („I am still seeing a lot of people who are thankful to get a job“).

Und der Vorsitzende des Council of Economic Advisers (also des ökonomischen Sachverständigenrates des Präsidenten), Jason Furman, sagt, die eigenen Löhne zu erhöhen („growing their wages“) sei die größte Herausforderung für viele Amerikaner. Insgesamt steigen auch fünf Jahre nach Ende der Finanzkrise und der konjunkturellen Verwerfungen, [...]

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