Archiv flassbeck-economics | 17.09.2014 (editiert am 25.05.2016)

Unser Geldsystem XXV – Free Banking oder die Entnationalisierung des Geldes

Bevor wir unsere eigenen Vorstellungen darlegen, wie das Geldsystem der Zukunft aussehen müsste, wollen wir noch auf zwei weitere Varianten eingehen, die derzeit heftig diskutiert werden. Free Banking und die Modern Monetary Theory (MMT). Zu ersterem schreibt uns ein Leser: „In der letzten Zeit höre ich im Umfeld der AfD und nicht nur dort (es gibt Hayek-Gesellschaften) Vorschläge, man solle das jetzige System der Zentralbanken aufgeben und ersetzen durch ein Geldwesen, in dem Geld durch Private geschaffen und bereitgestellt wird. Dies orientiert sich u.a. an Vorschlägen von Hayek und wird „Free Banking“ genannt.

Als Argumente für Free Banking werden genannt:

a) Die heutige Finanzkrise sei durch das jetzige System, gekennzeichnet durch Zentralbanken, Geschäftsbanken und Mindestreserven („fractional money“), verursacht oder zumindest mitverursacht worden;

b) das jetzige System gebe den Zentralbanken ein Monopol und sei daher unvereinbar mit einer freien Marktwirtschaft, die Monopole generell ablehne;

c) der Wettbewerb zwischen den Banken bewirke, dass „gutes Geld“ „schlechtes“ verdränge, wodurch Inflation gebremst oder verhindert würde;

d) das jetzige System gebe den Banken unverdientes Einkommen durch das ihnen von der Zentralbank verliehene Geldschöpfungsrecht;

e) auch der „Cantillon-Effekt“ sei sehr unfair;

f) es gibt möglicherweise noch mehr.“

In der Tat ist das Monopol der Zentralbanken vielen libertären Geistern ein Dorn im Auge, [...]

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