Konjunktur in Europa: ein Blick auf die Industrieproduktion

Heute wollen wir einmal etwas ausführlicher dokumentieren, wie sich die konjunkturelle Entwicklung in Europa darstellt. Dazu haben wir die Industrieproduktion (letzter Stand Juli 2014) ausgewählt, weil es für die meisten Länder keine Auftragseingänge in der Industrie wie für Deutschland gibt. Außerdem kann man diesen Daten halbwegs trauen, da der Schätzanteil kleiner ist als bei Daten zu den Dienstleistungen zum Beispiel. Es gibt ja allenthalben erhebliche Verwirrung darüber, ob und wo es einen Aufschwung gibt und ob und wo akuter wirtschaftspolitischer Handlungsbedarf besteht.

Im gesamten Euroraum, darunter in den drei großen Ländern hat sich auch zuletzt nichts an dem von uns seit Monaten beklagten Bild der Stagnation auf extrem niedrigem Niveau geändert (vgl. Abbildung 1).

Abbildung 1

Abb 1 DFI

Insbesondere in Italien ist kein Ende des Tals zu erkennen. In Frankreich geht es ebenfalls tendenziell weiter abwärts. Für Deutschland haben wir schon auf den besonderen Juli-Effekt hingewiesen (die Zacke nach oben am Ende der roten Linie in Abbildung 1), so dass man abwarten muss, was die Daten vom August aussagen werden. Ohne das deutsche Plus im Juli hätte der Wert für den Euroraum überhaupt nicht zugenommen.

Auch in den drei südeuropäischen Krisenstaaten kann allen Hoffnungen auf die segensreichen Wirkungen der „Reformpolitik“ [...]

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