Wenn das Wasser ausgeht

Kalifornien verharrt in einer mittlerweile dreijährigen Dürreperiode, wie man sie in den letzten einhundert Jahren kaum schlimmer erlebt hat. Nicht allein Kalifornien, sondern weite Landesteile im Westen und Süden der USA sind von der Dürre betroffen. Doch im Bundesstaat Kalifornien fallen weite Regionen unter den Status „Ausnahmezustand“, während für die meisten anderen Regionen zumindest der Zustand „extrem“ gilt. Zu wenig Regenfall und eine zu geringe Schneeschmelze bringen den bevölkerungsreichsten Bundesstaat der USA immer mehr unter Druck bzw. dem allgemeinen Wassernotstand näher. Die Wasserstände in Flüssen und Bächen sind weit unter normal gefallen, oder Oberflächenwasser gar ganz versickert und ausgetrocknet. Der Pegel in den wichtigsten Reservoirs erreicht immer neue Tiefststände. Der dadurch bedingt verstärkte Zugriff auf die in Kalifornien zumeist unregulierten Grundwasserressourcen lässt auch diese letzten Reserven immer weiter schwinden. Ein so krasser Zugriff auf die Grundwasserreserven kann unübersehbare Nebenwirkungen haben. Man versucht noch tiefer zu bohren, aber immer mehr Brunnen geht das Wasser aus. Einige Kommunen liegen bereits trocken. Schlimmer, Böden sacken ab, was zu ungemein großen Schäden und Gefahren führen kann. Auch Wald- und Flächenbrände haben aufgrund der Trockenheit stark zugenommen, und der allgemeine Wassermangel macht ihre Bekämpfung nicht gerade leichter. Durch die Dürre erzwungene Wasserrationierungen haben zu gewaltigen Ernte- und Umsatzausfällen in der Landwirtschaft geführt. [...]

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