Auf finanzialisierten Märkten fallen die Ölpreise wie die Aktienkurse – alle anderen Erklärungen sind Schall und Rauch

Dieser Tage kann man überall auf den Finanzseiten der Gazetten wieder das lustige Spiel beobachten, das da heißt „Wir erklären den Rückgang des Ölpreises mit harten Fakten“. Wenn der Ölpreis fällt, dann muss das ja in den Augen eines „gut ausgebildeten“ Wirtschaftsredakteurs mit Angebot und/oder Nachfrage nach Öl zu tun haben. Folglich bedeutet ein Rückgang der Preise, dass es zu viel Angebot und/oder zu wenig Nachfrage gibt. Also macht man sich flugs daran, die Argumente zusammenzukratzen, die für das eine und/oder das andere sprechen.

Da staunt man zunächst schon deswegen, weil es doch zu den feststehenden Glaubenssätzen der vergangenen Jahre gehörte, dass China und andere Entwicklungsländer ungeheuer öldurstig seien, der oil peak (also das absolute Maximum der täglichen Produktion) ganz nah sei und die Produktion schon jetzt immer teurer werde. Jetzt aber wird sogar die leichte Verlangsamung der Weltkonjunktur mit lockerer Hand als Argument für sinkende Nachfrage herangezogen, obwohl die Weltwirtschaft doch nach allen Schätzungen, die vorliegen, auch in diesem Jahr absolut weiter wachsen wird und damit auch die Nachfrage nach Öl. China wird sogar um mehr als sieben Prozent zulegen. Wie kann da leichte Verunsicherung über Europa oder Deutschland dazu führen, dass die Nachfrage nach Öl absolut sinkt? [...]

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