Aufgelesen bei … der FAS – über neue Konjunktursorgen und alte Vorurteile

Wer am Sonntag die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung zur Hand nahm, hatte ein déja vue Erlebnis der ganz besonderen Art: Die Zeitung beschrieb genau die Gefahr, vor der flassbeck-economics seit Monaten warnt (online zu finden ist das inzwischen hier).

In einem ganzseitigen Artikel unter der Überschrift „Deutschland vor dem Abschwung“ kommen die Autoren zu dem Ergebnis: „Als zentralen Grund für die Eintrübung der Konjunkturaussichten in Deutschland sehen die meisten Ökonomen aber etwas anderes an – die Situation in den Eurostaaten Frankreich und Italien. Beide Länder sind ungeheuer wichtig für den deutschen Export, auf sie entfallen mehr als zwölf Prozent aller Ausfuhren. Aber beide kommen nicht richtig voran: Sie leiden unter den hohen Lohnkosten aus der Vergangenheit, fallenden Immobilienpreisen und vor allem der mangelnden Reformbereitschaft der Politiker.“

Na so was! Hatten uns nicht die FAZ und all die anderen Qualitätsmedien über Monate versichert, es ginge aufwärts mit der deutschen Wirtschaft und das sei von der starken Binnenwirtschaft und den Investitionen der deutschen Unternehmen getragen, so dass uns die Krise in den anderen Eurostaaten nichts anhaben könne? Auch die europäische Wirtschaft war doch seit Mitte des vergangenen Jahres ein Kandidat für den Aufschwung, oder?

Gegen diesen Mainstream des unbegründeten Optimismus hatte flassbeck-economics von Anfang an ein klares Urteil gesetzt. [...]

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