Archiv | 09.10.2014

Interview mit Deutschlandradio Kultur: Wenn alle sparen, geht es in die Katastrophe

Mit der Journalistin Nana Brink habe ich am 8. Oktober 2014 über die Jugendarbeitslosigkeit in Europa gesprochen (auch verfügbar auf der Seite von Deutschlandradio Kultur):

Nana Brink: „Die Arbeitslosigkeit grassiert unter jungen Menschen in Südeuropa wie eine schwere Grippeepidemie“ – das ist in einer Analyse des bekannten Ökonomen Heiner Flassbeck zu lesen. Bislang ohne Heilung, muss man sagen, denn in einigen EU-Staaten haben mehr als die Hälfte aller Jugendlichen keinen Job oder Ausbildung. Und das Thema steht ganz oben, wenn sich heute in Mailand

die Staats- und Regierungschefs zum EU-Beschäftigungsgipfel treffen. Auch die Bundeskanzlerin ist anwesend. Bereits im Frühjahr 2013 wurde ja beschlossen, sechs Milliarden Euro bereitzustellen, um die jungen Menschen in Lohn und Brot zu bringen. Der Wirtschaftswissenschaftler Heiner Flassbeck, dessen Agentur sich ja mit dem Thema beschäftigt hat, war zuletzt Chefvolkswirt bei den Vereinten Nationen und davor Staatssekretär im Finanzministerium. Guten Morgen, Herr Flassbeck!

Heiner Flassbeck: Guten Morgen!

Brink: Schon wieder ein Gipfel – der dritte zum Thema. Wie macht sich die EU bisher in ihrem Kampf gegen Jugendarbeitslosigkeit?

Flassbeck: Ja, schlecht. Bisher ist nicht sehr viel passiert außer vielen Worten, [...]

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