Archiv | 16.12.2014

Die FAZ über Japan und Krugmans Kritik an Deutschland

Einer unserer Leser, Markus Markmann, hat anlässlich eines Kommentars des FAZ-Herausgebers Holger Steltzner über Japan einen Leserbrief mit folgendem Inhalt an Herrn Steltzner geschrieben:

Sehr geehrter Herr Steltzner,

vielen Dank für Ihren Beitrag zur wirtschaftlichen Situation in Japan. Wie Sie uns Lesern nun ein weiteres Mal mehr als deutlich beweisen: Sie haben nichts verstanden. Oder: Sie wollen bewusst Begriffe verdrehen, Ursache und Wirkung vertauschen, kurzum: Die eigentliche Geschichte verschweigen Sie. Warum schreiben Sie nichts zur japanischen Preisentwicklung? Warum erwähnen Sie in keiner Zeile die Nachfragesituation? Warum erwähnen Sie mit keinem Wort die Entwicklung der japanischen Löhne? Haben Sie sich jemals tatsächlich zur japanischen Situation belesen? Warum findet der Begriff „Bilanzrezession“ keine Erwähnung? Warum erkennen Sie nicht, dass die Verschuldung des japanischen Staates nur die Gegenposition zur privaten Vermögensbildung ist? Warum erzählen Sie nicht die ganze Geschichte?

Wenn Sie doch nur für einen kleinen Interessenskreis schreiben, dann wechseln Sie doch den Arbeitgeber. Es wird langsam unerträglich, wie Ihr Blatt tagein, tagaus Lobbyarbeit für die Großindustrie und die deutsche Exportwirtschaft betreibt. Jetzt noch das Beispiel Japan dafür anzuführen, dass staatliche Verschuldung Teufelszeug ist, ist wohl ihr letzter armseliger Strohhalm an dem Sie sich versuchen aus der argumentativen Talsohle zu befreien. [...]

Nichts schreibt sich von allein!

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