Frankreich reformiert sich, es verlängert seine superlangen Ladenöffnungszeiten

Bei manchen Meldungen, die einen erreichen, fragt man sich, ob schon wieder Karneval sein kann oder gar der 1. April. So liest man (hier zum Beispiel), dass Frankreich ein „Reformpaket“ auf den Weg bringen will, dessen wichtigster Punkt es offenbar ist, dass auch am Sonntag häufiger gearbeitet werden darf und auch die Läden Sonntags öffnen dürfen. Nun muss man wissen, dass die Läden in Frankreich in der Regel jeden Tag einschließlich Samstag von 9 Uhr morgens bis 9 Uhr abends geöffnet sind und einige auch Sonntags noch für zwei drei Stunden am Vormittag. Dazu gibt es offene Märkte, die in vielen Städten von 8 bis 13 Uhr am Sonntag stattfinden.

Wahrscheinlich hat man inzwischen in Paris die Liste der „Reformen“, die Deutschland Anfang der 2000er Jahre durchgeführt hat, genau durchforstet und ist auf die Liberalisierung der Ladenöffnungszeiten gestoßen. Hallo, hat man sich gesagt, Brüssel verlangt von uns Reformen wie in Deutschland, also suchen wir uns welche, die wir den Franzosen zumuten können. Wenn man ihnen die Möglichkeit gibt, ihrer Lieblingsbeschäftigung, dem Einkaufen, länger nachzugehen, wird es keinen großen Widerstand im Volk geben und den Deutschen kann man sagen, schaut, wir tun exakt das, was ihr dereinst getan habt. [...]

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