Woher kommt PEGIDA? Aufgelesen bei … Stephan Mayer

Die PEGIDA-Demonstrationen haben einen Streit ausgelöst: Soll man sich von allen Demonstranten pauschal distanzieren, weil sich rechtsradikale Extremisten unter ihnen befinden, die unzufriedene, verunsicherte Bürger zu instrumentalisieren verstehen? Oder soll man auf diejenigen der Demonstranten zugehen, die sich vor den Karren fremdenfeindlicher Strömungen spannen lassen? Im Deutschlandfunk war dazu ein Interview mit dem CSU-Innenpolitiker Stephan Mayer (MdB) zu hören, in dem er folgendes feststellt: „Aber ich bin auch der festen Überzeugung, wenn man sich die Statements der Demonstranten anhört, dann führen nur die wenigsten auch dieses Thema Islamisierung überhaupt im Munde. Was man häufig hört ist eine Frustration über die Politik, ist das Gefühl, unverstanden zu sein, vielleicht auch etwas zurückgelassen, verloren zu sein, auch abgehängt zu sein vom wirtschaftlichen Fortschritt …“.

Abgehängt sein vom wirtschaftlichen Fortschritt (man könnte es auch als Perspektivlosigkeit bezeichnen) – das ist in meinen Augen ein wesentlicher Grund für den Zulauf, den extreme und fremdenfeindliche Gruppierungen haben. Da stimme ich Stephan Mayer zu. Die Betroffenen suchen nach Schuldigen für ihre Lage und werden bei den „Fremden“ scheinbar fündig. Die komplexen gesamtwirtschaftlichen Zusammenhänge, die ihre individuelle Misere großenteils bedingen, durchschauen sie nicht. Wie sollten sie auch, sorgen doch viele unserer Politiker und der überwiegende Teil unserer Massenmedien für keinerlei gesamtwirtschaftliche Aufklärung, [...]

Nichts schreibt sich von allein!

Dieser Artikel ist nur für Abonnenten komplett einsehbar.

MAKROSKOP ist das Magazin einer Neuen Monetären Ökonomik und damit in Deutschland einzigartig. MAKROSKOP steht für das große Ganze. Wir haben einen Blick auf Geld, Wirtschaft und Politik, den Sie so woanders nicht finden.

Dabei leben wir von unseren Autoren – Quer- und Weitdenkern –, ihren Recherchen, ihrem Wissen und ihrem Enthusiasmus. Gemeinsam scheren wir aus den schmaler werdenden Leitplanken des Denkbaren aus. Wir verlassen die journalistische Filterblase, in der sich viele eingerichtet haben. Wir öffnen Fenster und bringen frische Luft in die engen und verstaubten Debattenräume. Das verschafft uns nicht nur Freunde.

Wenn Sie uns gerade deswegen unterstützen möchten, dann folgen Sie einfach dem Button.

Anmelden