Auch die US-Regierung spricht über Löhne – wann besinnt sich Europa?

Immer wieder haben wir darauf hingewiesen, dass es angesichts der Machtverhältnisse an den Märkten nach der erneuten Zunahme der Arbeitslosigkeit im Zuge der Finanzkrise unumgänglich ist, dass die Regierungen sich in die Lohnfindung einmischen.

Nachdem die japanische Regierung das schon vor einiger Zeit getan hat (wir haben das hier kommentiert), meldet sich zu diesem Thema jetzt auch ein Mitglied der US-amerikanischen Regierung zu Wort.

Der Arbeitsminister, Thomas E. Perez, sagte vergangene Woche: „Wir müssen mehr tun, um sinnvolles Wachstum der Löhne zu bekommen, weil zu viele Familien der Mittelklasse noch härter arbeiten und dennoch weiter zurückfallen. Wir müssen mehr tun, um sicherzustellen, dass die Wirtschaft für jeden funktioniert, um eine breite Teilhabe am Wohlstand zu erreichen.“ (“We need to do more to achieve meaningful wage growth, because too many middle-class families are still working harder and falling further behind. We need to do more to ensure that the economy works for everyone, to create broadly-shared prosperity.“)

Er sagte zwar nicht, was er konkret tun will, aber er hat zweifellos Recht, die Löhne in den Mittelpunkt seiner Überlegungen zu stellen. Schaut man den nominalen Stundenverdienst im Durchschnitt aller amerikanischen Beschäftigten in den letzten Jahren an (vgl. [...]

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