Griechenland: Als Wachstumssieger zurück in die Krise?

Noch wenige Wochen vor der gescheiterten Präsidentenwahl am 29.12.2014 waren die Medien hierzulande voll des Lobes für Griechenland. Die Veröffentlichung der neuesten Wachstumsraten des Bruttoinlandsprodukts (BIP) im Euroraum für das dritte Quartal 2014 durch das Statistikamt Eurostat hatte gezeigt, dass Griechenland (zusammen mit Slowenien) mit einem Wachstum des saisonbereinigten BIP von 0,7 Prozent gegenüber dem Vorquartal den höchsten Wert aller Euroländer verzeichnete. „Griechenland kämpft sich aus der Rezession“ (Süddeutsche Zeitung), das Land sei der „Überraschungssieger“ (Deutschlandfunk), der „Wachstumschampion der Eurozone“ (Spiegel online) und es gebe „Grund zu feiern“, da sich die Reformen nun auszahlten (Andreas Scheuerle, Dekabank, im Deutschlandfunk); so oder ähnlich lauteten die Kommentare in den deutschen Medien bereits, als Mitte November erst eine Vorab-Schnellschätzung von Eurostat vorlag.

Und jetzt wird scheinbar die griechische Regierung Samaras ausgerechnet zu einem Zeitpunkt gestürzt, an dem ihre „strikte Sparpolitik […] erste Früchte“ trägt: „(D)as Wachstum zog langsam an, die horrende Arbeitslosigkeit begann, ganz leicht zu sinken. […] Dies ist alles in Gefahr, wenn nun vorgezogene Neuwahlen kommen“, mutmaßt die Rheinische Post.

Was aber bedeutet ein Wachstum des BIP von 0,7 Prozent in einem Land, das – wie Griechenland – in einer offenen Deflation steckt? [...]

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