Muss die EZB nicht heftiger kritisiert werden?

In den letzten Tagen ist es einigen unserer Leser doch zu bunt geworden. Sie kritisieren, dass wir zu verständnisvoll mit der Europäischen Zentralbank (EZB) und ihrem jüngsten Milliardenprogramm umgehen.

Man fragt, warum wir uns der heftigen Kritik aus dem linken politischen Spektrum an den jüngsten Beschlüssen der EZB nicht anschließen. Dort wird darauf beharrt, das alles helfe wieder nur den Banken und den Spekulanten, nicht aber dem normalen Bürger. Auch sagt man, die Notenbank blende völlig die Möglichkeiten aus, die es gäbe, um die Wirtschaft in einer Weise anzuregen, die gleichzeitig hilft, die Ungleichheit zu vermindern. Das Argument ist sogar von der FAZ aufgegriffen worden! Da sollten dann allerdings die Linken hellhörig werden. Wenn diese Zeitung Umverteilung zulasten der kleinen Leute kritisiert, will sie sicher etwas ganz anderes angreifen, in dem Fall natürlich die EZB und da kommt jedes Argument recht.

Auch wird gesagt, so etwa von Peter Bofinger (hier), die Politik der EZB schade dem deutschen Sparer, ohne dass sie große Erfolge verspreche. Schließlich wird aus den Reihen der Deutschen Bundesbank und von deren Präsidenten kritisiert, die Maßnahmen brächten zu wenig, um die Risiken einzugehen, die damit verbunden sind. [...]

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