Wenn alle Währungen weich werden – Aufgelesen bei … der FAZ

Gestern hatten wir über die Gefahr eines Währungskrieges gesprochen und auch das Land identifiziert, von dem alle hoffen, es werde eine fast beliebig hohe Aufwertung seiner Währung und dauerhaft riesige Leistungsbilanzdefizite akzeptieren, die USA. Auch die FAZ hat am gleichen Tag die Bedeutung des Themas erkannt und sich Gedanken über die Abwertung des Euro gemacht.

Dabei ist leider eine Kleinigkeit schiefgegangen, wie das folgende Zitat zeigt: „Das Problem dabei [gemeint ist die Abwertung, Anm. d. Verf.]: Wenn alle Staaten so vorgehen und ihre Exportwirtschaft fördern, indem sie ihre Währung abwerten lassen, funktioniert das Ganze nicht mehr. Wenn alle Staaten ihre Währung weicher machen, um Vorteile im Export zu haben, hat man am Ende nur weiche Währungen – und keinen Vorteil mehr. Richtig dramatisch wurde ein solcher Abwertungswettlauf in der Zeit zwischen den Weltkriegen – das ist bis heute ein abschreckendes Beispiel.“

Das hat mich dann doch zu einem kleinen offenen Brief animiert.

„Liebe FAZ,

die schwäbische Hausfrau liebt ihr über alles, wie ich weiß, und ihr findet, dass jeder, der ihren engeren Dunstkreis verlässt, ein linker Spinner ist. Aber sei’s drum, ich möchte euch dennoch auf einen klitzekleinen Fehler in dem gestrigen Artikel hinweisen: Alle Währungen können nicht gleichzeitig weich werden. [...]

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