Wo bleibt denn nur die Inflation? (Teil 2)

In Teil 1 dieses Beitrags war die der orthodoxen monetären Inflationstheorie zugrunde liegende Vorstellung eines Geldmultiplikators kritisiert worden, der eine stabile Beziehung zwischen Zentralbankgeldmenge und Geldmenge beschreiben soll. Sowohl unter theoretischen wie unter empirischen Gesichtspunkten ist die Annahme der Existenz einer solchen Größe und daraus abzuleitender Erkenntnisse unhaltbar. Hier nun die Weiterführung des dritten Abschnitts.

  1. Kritik an der herrschenden Lehre (Fortsetzung)

Auch der zweite Baustein der genannten Theorie, dass nämlich ein stabiler Zusammenhang zwischen der Geldmenge und dem Preisniveau besteht, so dass die Zentralbank mit der Geldmenge indirekt auch das Preisniveau bestimmt, lässt sich nicht aufrechterhalten. In der orthodoxen Inflationstheorie dient die sog. „Quantitätstheorie des Geldes“ als Erklärung, warum eine Ausdehnung der Geldmenge zu einer zunehmenden Inflation führt.

Die Quantitätstheorie des Geldes ist eine sehr alte Theorie, die ihren Ursprung bereits im 16. Jahrhundert fand, im 19. Jahrhundert sehr einflussreich war und den Kern der in den 1970er Jahren populär gewordenen Theorierichtung des Monetarismus bildet. Die Gleichung der Quantitätstheorie lautet:

M x V = P x Y,

mit M als der Geldmenge, V als der Umlaufgeschwindigkeit des Geldes, P als dem Preisniveau und Y als dem realen Bruttoinlandsprodukt (BIP). [...]

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