Aus gegebenem Anlass, ein Blick zurück: Sind ähnliche Lebensverhältnisse erforderlich für das Funktionieren einer Währungsunion?

Immer wieder werden wir gerade von neuen Lesern gefragt, wieso wir eine Währungsunion zwischen Ländern ganz unterschiedlicher Lebensstandards, Kapitalausstattung usw. für sinnvoll halten. Sie glauben, wie viele unserer Politiker auch, dass sich nur Länder, die etwa die gleichen Einkommensniveaus haben, mit einer Währungsunion aneinander binden können. Das ist in der Sache und in der Herangehensweise grundfalsch. Wer so denkt, schaltet sozusagen ein Nachdenken über die Ursachen der Krise und die Lösungsmöglichkeiten von vorneherein aus, weil für ihn die Existenz der Währungsunion das eigentliche Problem ist.

Ein Leser hat uns in diesem Zusammenhang auf ein Interview mit Richard Werner, einem ansonsten durchaus kritischen Ökonomen hingewiesen, der (ab Stunde 1.50) in einem youtube Audio sagt, die Europäische Währungsunion sei von vorneherein eine rein politische Idee gewesen, ökonomisch aber unsinnig. Das ist eine nicht haltbare Position, die bei vielen Ökonomen  daraus resultiert, dass sie übersehen, dass flexible (am Markt bestimmte) Wechselkurse als Alternative zu festen Wechselkursen überhaupt nicht funktionieren. Deswegen ging es für die meisten Länder in Europa niemals um feste oder flexible Wechselkurse, sondern immer nur um feste Wechselkurse mit oder ohne Währungsunion.

Wir haben in unserem Buch „Das Ende der Massenarbeitslosigkeit“ von 2007 (leider nur noch antiquarisch zu kaufen) in aller Ausführlichkeit beschrieben, warum diese Position unhaltbar ist (S. 189 ff.).

Daraus der entscheidende Passus:

„Leitwährung oder Währungsunion?

Umso erstaunlicher ist es, dass die Gründung einer Europäischen Währungsunion gelungen ist, in der man den Wechselkurs als wirtschaftspolitisches Instrument ein für alle mal abgeschafft hat. Viele Ökonomen, die früher Befürworter flexibler Wechselkurse waren, akzeptierten für dieses Experiment allerdings nur »politische« Gründe. Glaubt man ihnen, dann waren es, neben ein paar ökonomischen Kinkerlitzchen, politische Gründe, die für die Geburt der neuen Währung verantwortlich sind. Geht es nach der überlieferten Fama des politischen Geschehens zu Anfang der 1990er Jahre, ist es vor allem der Druck Frankreichs gewesen, das der monetären Hegemonie Deutschlands nach der deutschen Wiedervereinigung entkommen wollte, welcher den Weg zur Schaffung des Euro ebnete. Wirtschaftlich scheint es nur darum gegangen zu sein, uns an der Grenze das lästige Geldtauschen zu ersparen und den Unternehmen das Wechselkursrisiko zu nehmen. Manch einer wird noch in hinreichender Allgemeinheit einwerfen, zu einem europäischen Binnenmarkt gehöre nun mal eine eigene Währung. Fragte man heute die verantwortlichen Personen in der Europäischen Zentralbank (EZB) und im Rat der europäischen Finanzminister, kämen wohl kaum andere Antworten zustande – zumindest wenn man ihre offiziellen Statements zum Maßstab ihrer Ansichten und ihres Wissens macht.

Alle diese Standardargumente sind jedoch im Grunde lächerlich. All das, was in diesen Argumenten vorgebracht wird, hätte mit einem System fester Wechselkurse in Europa ebenso gut oder besser erreicht werden können, ohne dass man den Menschen das Abenteuer und die Kosten einer Währungsumstellung zumuten musste. Warum konnte die Deutsche Bundesbank nicht weiterhin die Leitwährungsnotenbank in Europa sein, an der sich die anderen so gut wie möglich orientieren? Hat die Bundesbank ihre Sache nicht gut gemacht, die Preise stabil gehalten und den Handelspartnern eine Angleichung ihrer Inflationsraten durch feste Wechselkurse erlaubt? Sind nicht doch die Deutschen die einzigen, die wirklich etwas aufgegeben haben mit dem Übergang zum Euro, nämlich die Souveränität ihrer Geldpolitik, während die anderen ja ohnehin keine Souveränität besaßen und daher nichts zu verlieren hatten? Erklärt und rechtfertigt das nicht in hinreichendem Maße die deutsche Skepsis?

Warum also der Euro? Das System vor dem Euro, das Europäische Währungssystem EWS, war – ebenso wie das berühmte System von Bretton Woods nach dem Zweiten Weltkrieg – ein Leitwährungssystem, und zwar statt mit dem US-Dollar mit der D-Mark als Leitwährung oder Anker. Wer seinen Wechselkurs an den eines anderen Landes bindet, muss bereit sein, die Geldpolitik des anderen Landes mitzumachen, was in der Regel heißt, dessen Zinspolitik weitgehend zu kopieren, wenn auch in der Realität von Bretton Woods erhebliche Abweichungen möglich waren, weil damals die Kapital- märkte doch in bedeutendem Maße staatlich kontrolliert und reguliert wurden. Wer bei einem großen und stabilen Land vor Anker geht, hat den Vorteil, dass er nicht allen spekulativen Wellen der internationalen Kapitalmärkte ausgeliefert ist und der Wettbewerbsdruck des großen Ankerlandes häufig im Innern dafür sorgt, dass inflationäre Übersteigerungen vermieden werden. Das funktioniert aber nur, wenn der Ankernde in Sachen internationaler Wettbewerbsfähigkeit mithält, was vor allem heißt, dass die Lohnzuwächse nicht stärker über den Produktivitätsfortschritt hinausgehen dürfen als im Ankerland.

Solche Leitwährungssysteme sind eine gute Notlösung, wenn es eine große Konvergenz der Inflationsraten gibt und der Wechselkurs, also der äußere Wert einer Währung, in einem eng verflochtenen Wirtschaftsraum nicht dem Markt mit seinen irrationalen Schwankungen überlassen werden soll. Leitwährungssysteme sind aber immer nur Notlösungen, weil sie einen entscheidenden Defekt aufweisen: In Leitwährungssystemen macht die Notenbank des Ankerlandes die Geldpolitik zwar praktisch für alle Teilnehmer, die Leitwährungs-Notenbank orientiert sich dabei aber nur an den Bedingungen ihres Landes. Auf diese Weise hat die amerikanische Notenbank im System von Bretton-Woods ihre Geldpolitik dem Rest der Welt aufoktroyiert. Das war zwar, wie wir oben gezeigt haben, per Saldo nicht schlecht und hat der Welt zwei Jahrzehnte lang enormes Wachstum nach dem Krieg ermöglicht. Doch gerade Deutschland wollte schon früh aussteigen, weil es um die heimische Preisstabilität fürchtete. In gleicher Weise war die Geldpolitik der Bundesbank maßgebend für weite Teile Europas. Für Europa aber war das nur durch Zufall richtige, in der Regel jedoch falsche Geldpolitik, weil in Europa insgesamt ganz andere Bedingungen herrschten als in der Bundesrepublik allein. Besonders deutlich wurde das 1992 im Zuge des von der deutschen Wiedervereinigung ausgelösten Booms, als die deutsche Geldpolitik trotz einer europäischen Rezession die Zinsen erhöhte. Ein Vergleich der deutschen und der französischen Realzinsen Anfang der 1990er Jahre zeigt das Problem (vgl. Abbildungen 15 und 22). Die Bundesbank durfte sich allerdings gemäß ihres Gesetzes gar nicht an der Entwicklung des gesamten europäischen Raumes orientieren, wie das für gute europäische Geldpolitik notwendig gewesen wäre.

Zeichnen sich die an einem Festkurssystem beteiligten Länder durch eine hohe und stabile Konvergenz der Inflationsentwicklungen aus sowie durch die gemeinsame Überzeugung, dass die Inflationsraten auf Dauer auf einem einheitlichen Niveau gehalten werden können, ist eine Währungsunion nicht nur die politische, sondern die logische Konsequenz. In einer solchen Situation wäre die Fortsetzung des Leitwährungssystems und die Geldpolitik des Ankerlandes fortdauernder Kritik der ankernden Länder ausgesetzt und könnte nur scheitern. Die Folge wäre eine Rückkehr zu flexiblen Wechselkursen und eine Desintegration des gesamten Raumes, die alle erreichten Fortschritte im Hinblick auf die innere und äußere Stabilisierung des Geldwertes hinfällig machen würde. Nur in einer Währungsunion sind alle Regionen im Prinzip angemessen repräsentiert und können Mitsprache bei der Formulierung der für alle Teilnehmer gültigen Geldpolitik verlangen.

Daraus folgt unmittelbar, dass Europa durch die Schaffung der Währungsunion zum ersten Mal die Chance hat, eine den USA vergleichbare kohärente und im Sinne von Wachstum und Beschäftigung erfolgreiche Geldpolitik zu betreiben. Nur, man muss das auch wollen. Wer wie die leitenden Angestellten der EZB und der nationalen Zentralbanken gebetsmühlenartig wiederholt, der beste Beitrag der Geldpolitik für Wachstum und Beschäftigung sei die Herstellung von Preisstabilität – auf welchem Wege auch immer –, für den ist die Bedeutung der Währungsunion im wahrsten Sinne des Wortes unbegreiflich. Würde die Veränderung des Zinssatzes durch die Notenbank auf direktem Wege allein Auswirkungen auf die Inflationsrate haben, ohne die reale Wirtschaft zu berühren, dann wäre es gleichgültig, ob dieser Effekt von der Zentralbank eines Ankerlandes oder einer nationalen Zentralbank ausgelöst wird. Falsche oder ungeeignete Geldpolitik kann es ja definitionsgemäß nicht geben, weil jede Aktion zur Dämpfung der Inflation nach diesem Verständnis von Geldpolitik von vornherein richtig ist. Die neue Währung in Europa allein löst folglich kein Problem, sondern sie schafft viele neue, wenn die zentralen Chancen, die eine einheitliche europäische Währung bietet, nicht konsequent genutzt werden.“

Unter dem Titel: „Weniger Urlaub für die Südeuropäer“, hat Heiner Flassbeck im Mai 2011 versucht, die Frage zu beantworten, worauf es zurückzuführen ist, dass auch ganz unterschiedliche Länder miteinander eine Währungsunion eingehen können. Hier findet man den Text. Ein Auszug:

„Nun ist es endlich raus, was schief läuft in Euroland. Frau Merkel sagt (lt. WELT online vom 18.5. 2011): „Wir können nicht eine Währung haben und der eine kriegt ganz viel Urlaub und der andere ganz wenig. Das geht auf Dauer auch nicht zusammen.“ Jetzt kann man endlich verstehen, warum für die schwere Krise in Euroland offenbar keine Lösung gefunden werden kann. Die europäische Tragödie ist laut der deutschen Bundeskanzlerin die Folge der Weigerung der Südeuropäer, auf Urlaub zu verzichten. Diese Äußerung zeigt aber besser als alles bisher Gesagte, was wirklich die europäische Tragödie ausmacht: Die Unfähigkeit unserer Spitzenpolitiker und ihrer ökonomischen Berater auch nur im Ansatz zu begreifen, was eine Währungsunion bedeutet und wie sie funktioniert.

Währungsunion bedeutet nämlich gerade nicht, dass alle gleich sein müssen und die Armen reicher und die Reichen ärmer werden müssen, damit es funktioniert. Das ist Gleichmacherei, die Frau Merkel ansonsten doch strikt ablehnt. Die Urlaubstage, die in einem Land genommen werden, sind vollkommen irrelevant für das Funktionieren einer Währungsunion. Währungsunion heißt nur, dass man sich auf ein gemeinsames Inflationsziel einigt und das für alle Zeiten durchhalten will. Ein niedriges Inflationsziel kann aber auch ein Armer einhalten oder einer, der arm ist und dennoch viel Urlaub machen will. Eine niedrige Inflation zu haben heißt nur, dass man sich an seine eigenen Verhältnisse anpassen muss, also an seine eigene Produktivität, wie die Ökonomen das nennen.

Wie jedes Land seine Produktivität nutzt, ob für höhere Löhne, für mehr Urlaubstage, für mehr Umweltschutz oder für eine bessere soziale Absicherung, ist absolut unwichtig. Wer allerdings dauernd über seinen Verhältnissen lebt, also mehr ausgibt, als er einnimmt, wird in einer Währungsunion hart bestraft, weil er im Handel mit den anderen zurückfällt, mehr importiert als exportiert. Wer sich aber verschulden muss, droht am Ende gar zahlungsunfähig zu werden, wenn die anderen, diejenigen, die unter ihren Verhältnissen gelebt haben, ihn nicht mehr finanzieren wollen.

Weil das so ist, einigt man sich in einer Währungsunion nicht auf ein Wachstumsziel oder gar auf ein gemeinsam anzustrebendes Einkommen, sondern auf eine gemeinsam anzustrebende Inflationsrate. Die erreicht man, wenn alle monetären Ansprüche in einer Volkswirtschaft, vor allem aber die Löhne, um nicht mehr als das Inflationsziel über der eigenen Produktivitätszuwachsrate liegen. Wird das eingehalten, lebt niemand über aber auch niemand unter seinen Verhältnissen und jeder kann sich auf seine spezifischen Stärker konzentrieren.

Gegen diese einfache Regel hat in den vergangenen zehn Jahren aber Deutschland mehr als jedes andere Land verstoßen. Deutschland hat hemmungslos unter seinen Verhältnissen gelebt, während die Südeuropäer in der Tat etwas über ihren Verhältnissen gelebt haben. Das korrigiert man aber nicht dadurch, dass man den Südeuropäern alle paar Tage um die Ohren haut, sie müssten nun unter ihren Verhältnissen leben, sondern nur dadurch, dass man zugibt, selbst etwas falsch gemacht zu haben, und verspricht, dass man nun selbst für einige Jahre über den eigenen Verhältnissen leben muss, um den anderen eine Chance zur Erholung zu geben.“

Zu dem Thema lohnt es auch, einen noch älteren Text (aus dem Jahre 2005) von uns zu lesen, den man hier findet. Unter dem Titel:

„Die deutsche Lohnpolitik sprengt die Europäische Währungsunion“ (WSI – Mitteilungen 12/2005) haben wir damals analysiert, was in der Währungsunion schief läuft und ausführlich beschrieben, was es heißt, entsprechend den eigenen Verhältnissen zu leben.

Hier ein Ausschnitt:

„Das wirft die Frage auf, wie man all diese Wirtschaftssubjekte zur Einhaltung der Regel bewegen kann, dass das Land insgesamt und langfristig nicht mehr verbrauchen darf, als es produziert. Denn beispielsweise der einzelne Konsument interessiert sich meist wenig dafür, ob das von ihm gekaufte Gut aus dem In- oder Ausland stammt, weit mehr aber für die Frage, welches Angebot bei gleicher Qualität das preisgünstigere ist. Auch ein Unternehmen, das Vorleistungen importiert, beschäftigt sich nicht mit der Frage, ob es in gleicher Höhe Absatz bei ausländischen Kunden hat. Der Ausgleich muss also quasi automatisch erfolgen durch eine Spielregel, an die sich die Wirtschaftssubjekte aller Länder halten.

Diese Spielregel ergibt sich ganz unmittelbar aus dem Zwang zur Anpassung an die eigenen Verhältnisse. Die eigenen Verhältnisse werden wiederum vorgegeben von der Produktivkraft jeder Volkswirtschaft, also der Fähigkeit, Einkommen durch eine mehr oder weniger geschickte Kombination von Arbeit und Kapital zu erzielen. Die Veränderung der Produktivkraft bestimmt das Tempo der Zunahme der Einkommen aller am Arbeitsleben beteiligten Wirtschaftssubjekte. Folglich müssen die Reallöhne und die realen Kapitaleinkommen im Durchschnitt einer Volkswirtschaft auf lange Sicht so steigen wie die gesamtwirtschaftliche Produktivität. Denn dann erhalten alle Arbeitseinkommensbezieher und alle Eigentümer von Kapital zusammen so viel reale Kaufkraft, wie sie Güter hergestellt haben.

Entscheidend für die Frage, ob eine Volkswirtschaft sich relativ reibungslos an ihre Verhältnisse anpasst, sind die Lohnvereinbarungen. Hier werden die entscheidenden Weichen gestellt, da sich die Gewinne der Unternehmen eher passiv als Ergebnis von Lohnverhandlungen und vielen anderen Faktoren am Ende des Prozesses „residual“ ergeben. In den Lohnverhandlungen wird aber nicht über Reallöhne, sondern nur über Nominallöhne verhandelt. Folglich muss in die Lohnverhandlungen eine Vorstellung darüber eingehen, wie sich das Preisniveau entwickeln wird. Idealerweise legen hier beide Tarifparteien eine politische Norm zugrunde, weil die Inflationsrate selbst in hohem Maße von den Tarifparteien determiniert wird.

Folglich lautet die Spielregel für die Lohnpolitik: Die Nominallöhne müssen im Durchschnitt einer Volkswirtschaft so steigen wie die Summe aus gesamtwirtschaftlichem Produktivitätswachstum und der von der Gesellschaft im einheitlichen Währungsraum gewünschten Inflationsrate. Dann steigen die gesamtwirtschaftlichen Lohnstückkosten in Höhe der Zielinflationsrate. Dass die gesamtwirtschaftlichen Lohnstückkosten mittelfristig den Anstieg der Preise bestimmen, liegt daran, dass alle in den Preis eines Gutes eingehenden Kosten letztendlich auf dem Faktor Arbeit beruhen. Auch Kapitalkosten sind wie alle übrigen Vorleistungen Kosten aus „vorgetaner“ Arbeit, denn auch Maschinen sind irgendwann einmal mit Hilfe von Arbeit hergestellt worden. …

Wie die genannte Spielregel konkret in einem Land umgesetzt wird, hängt vom jeweiligen Lohnfindungsmechanismus ab. Je nachdem, ob Verträge zwischen großen Tarifparteien, auf Branchen- oder Betriebsebene oder einzelwirtschaftlich ausgehandelt werden, können sehr unterschiedliche Lohnabschlüsse für einzelne Branchen, Betriebe, Regionen oder Qualifikationen zustande kommen.“

Das alles muss man berücksichtigen, wenn man über die Währungsunion und die Krise urteilt. Weil nicht einmal die meisten Ökonomen einschließlich derer, die bei den Medien arbeiten, diese Dinge parat haben (oder aber so von Ideologie überlagert sind, dass sie keine Rolle spielen), erleben wir eine nur babylonisch zu nennende Sprach- und Sachverwirrung. Wenn dann noch, wie das in den meisten Ländern Europas und in Brüssel leider der Fall ist, die Politik sich als vollkommen unfähig erweist, Orientierung zu bieten, verlieren viele Menschen vollends den Überblick und flüchten sich (gedanklich zunächst, politisch später) in scheinbar „heile nationale Welten“, wo die Dinge wieder übersichtlich sind und die Politik die „notwendige Führungsstärke“ zeigt.

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