Der Bundeswirtschaftsminister hat auf unsere Leser reagiert – aber nicht geantwortet

Nach meiner gewonnenen Wette bezüglich der Art und Weise, wie der Bundeswirtschaftsminister in der Pressekonferenz zum Jahreswirtschaftsbericht 2015 (JWB) auf die in der Prognose noch einmal steigende Neuverschuldung des Auslandes eingehen wird (nämlich gar nicht), haben tatsächlich viele Leser an das Bundesministerium für Wirtschaft (BMWI) geschrieben (vielen Dank dafür!) und explizit gefragt, wie es um die steigende Auslandsverschuldung steht und warum darüber nicht gesprochen wird.

Es gibt darauf, so weit ich es von unseren Lesern mitgeteilt bekommen habe, zwei Sorten von Antworten des Ministeriums, wobei ich die erste nur einmal gesehen habe.

Die erste Antwort:

Sehr geehrter Herr X,

vielen Dank für Ihr Schreiben vom 28. Januar 2015. Ich bin gebeten worden Ihre Fragen zu beantworten. In Ziffer 248 des Jahreswirtschaftsberichts der Bundesregierung (http://www.bmwi.de/DE/Mediathek/publikationen,did=687256.html) wird auf den Grund des Anstiegs des nominalen Außenhandelsüberschusses verwiesen. Infolge gesunkener Rohölpreise erhöht sich der Außenhandelsüberschuss quasi automatisch in einer beträchtlichen Größenordnung. Der Außenhandelsüberschuss ist nicht zwingend mit einer Verschuldung des Auslands gegenüber Deutschland gleichzusetzen, es handelt sich vielmehr um den Saldeneffekt von Exporten und Importen.

Die zweite Antwort, die offensichtlich nach der ersten mehrfach versandt wurde:

Sehr geehrter Herr Y, [...]

Nichts schreibt sich von allein!

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