Die konservative Mehrheit des Sachverständigenrates scheut im Fall Griechenlands nicht vor einer Manipulation von Zahlen zurück

Vier Mitglieder des Sachverständigenrates (SVR) – alle außer Peter Bofinger – und der Generalsekretär des SVR haben in einem gemeinsamen Artikel die neue griechische Regierung davor gewarnt, in alte Muster zurückzufallen und die Austeritätspolitik der letzten Jahre aufzugeben.

Sie versuchen nachzuweisen, dass es nicht die von der Troika verordnete Austeritätspolitik war, die den starken und anhaltenden Einbruch von Produktion und Arbeitsmarkt in Griechenland mit sich gebracht hat, sondern allein von der griechischen Regierung zu verantwortende Maßnahmen in Kombination mit den vorhandenen und bekannten Problemen der griechischen Wirtschaft.

Der Beleg für diese These wird mit einem Vergleich der griechischen Wirtschaft mit der Wirtschaft solcher Länder zu bewerkstelligen versucht, die sich in den Augen der vier Wissenschaftler erfolgreich an Währungskrisen angepasst haben. Die Abbildung 1 unten (Original aus dem besagten Beitrag) zeigt diese Länder: Korea, Thailand, Estland, Lettland, Litauen und eben Griechenland. Von vorneherein unsinnig ist der Vergleich mit der Entwicklung in Thailand und Korea während der 1990er Jahre, da diese Länder zum einen ihre Währungen stark abgewertet hatten (was Griechenland bekanntlich nicht kann) und zum anderen mitten in einem weltweiten Aufschwung sehr rasch große Exporterfolge erzielen konnten. Eine derart positive internationale Situation ist derzeit keineswegs gegeben, [...]

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