Griechenlands Wahl, Europas Qual?

Einer unserer Leser, Paul Steinhardt, schreibt uns zu Griechenland und der Frage, ob das Aufkaufprogramm für Staatsanleihen der Europäischen Zentralbank Inflationsgefahren birgt:

Im Anschluss an die Wahlen in Griechenland fand im ORF eine Diskussionssendung unter dem Titel dieser Überschrift statt. Allerdings ohne Fragezeichen!

Klar, die Syriza hat die Wahlen gewonnen, weil sie den Menschen in Griechenland versprochen hat, die ihnen von der Troika aufgezwungene „Sparpolitik“ zu beenden. Um die Griechen zu retten, sind aber nun 80 % der Staatsschulden Griechenlands auf den Büchern staatlicher Organisationen gelandet, und daher laufen die Forderungen der Syriza darauf hinaus, die Steuerzahler der Länder, die den Griechen in ihrer Not beigestanden haben, zur Kasse zu bitten. Die Wahl der Griechen ist damit also unzweifelhaft eine Qual für die Steuerzahler aus den Geberländern. So zumindest war die Moderatorin, Ingrid Thurnher, bemüht zu „argumentieren“.

Heiner Flassbeck, einer der eingeladenen Diskutanten, widersprach diesem Narrativ energisch. Er verwies darauf, dass die Lohnpolitik in Deutschland zumindest an der wirtschaftlichen Misere der Griechen eine Mitschuld trägt und die den Griechen von der Troika aufoktroyierte „Sparpolitik“ Griechenland unverantwortlich in die Depression getrieben hat und dass es für die wirtschaftliche Gesundung nicht nur Investitionen in Griechenland, [...]

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