Archiv | 19.02.2015

Wachstum nach Art der OECD… Aufgelesen in der NZZ

Wie die NZZ aus Istanbul berichtet, haben sich Finanzminister und Notenbankgouverneure der 20 grössten Industrie- und Schwellenländer G-20 ehrgeizige Ziele gesetzt. Gestützt auf eine Analyse des OECD-Generalsekretärs Angel Gurria wollen sie das Tempo der Strukturreformen vorantreiben und so das Wirtschaftswachstum „bis 2018 um zusätzliche 2 Prozentpunkte“ ankurbeln. Die Analyse in Kurzfassung und in der Version der NZZ: „Die Ökonomen der Pariser Organisation bezeichnen die Arbeitsproduktivität als Hauptantriebskraft für ein langfristiges Wachstum.“ Und weiter: Es gehe darum, die Umverteilung von Kapital und „Arbeitskräften in Sektoren mit der grössten Produktivität zu erleichtern.“

Das ist zunächst trivial, denn was sollte sonst das Wachstum antreiben als das Wachstum? Produktivität heißt ja nur Wachstum pro Kopf oder besser pro Arbeitsstunde der Beschäftigten. Bei der Frage, was die Produktivität antreibt, gehen dann die Meinungen der Ökonomen schon auseinander. Einig sind sich noch viele, dass man neue und erfolgreiche Investitionen in Sachanlagen braucht, wie man die aber bekommt, da scheiden sich dann endgültig die Geister zwischen denen, die glauben, die Investitionen fielen quasi vom Himmel, wenn man nur genug „reformiere“, und denen, die davon ausgehen, die Investoren brauchten gute Nachfrageerwartungen, um auf neue Kapazitäten zu bauen.

In seltsamem Kontrast zur Hoffnung auf die Produktivität dazu steht allerdings bei der OECD die Tatsache, [...]

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