Archiv | 27.03.2015 (editiert am 25.05.2016)

Unser Geldsystem XXXVII: Schulden, Schulden ohne Grenzen?

Die ist das letzte Stück unserer Serie über das Geld. Nach Deutschland, Japan und den USA analysieren wir heute noch die Finanzierungssalden von Frankreich, also eines Landes, das immer recht offen war und zugleich besonders stark wechselnde Phasen innerer und äußerer Stabilität aufweist. Zugleich ist Frankreich das Land, das ohne eigenes Verschulden in die Eurokrise hineingezogen wurde und sich nun mit der Forderung auseinandersetzen muss, sein Staatsdefizit kräftig zu reduzieren, obwohl die Wirtschaft sich immer noch in einer rezessiven Phase befindet.

In den siebziger Jahren ist Frankreich, genau wie wir das für Deutschland schon in den sechziger Jahren und in Teilen der siebziger Jahre gesehen haben, eine sehr normale Volkswirtschaft. Die privaten Haushalte sparen stabil etwa vier Prozent des BIP und die Unternehmen verschulden sich Jahr für Jahr in entsprechender Höhe. Das Defizit im Außenhandel ist sehr gering und auch der Staat weist nur eine recht geringe Neuverschuldung auf (vgl. Abbildung 1).

Abbildung 1

Bild1

In den achtziger Jahren verändert sich das Bild erheblich. Die privaten Haushalte sparen deutlich weniger und die Unternehmen beginnen mit einer Finanzierung, die von da ab für viele Jahre in positives Territorium führt, also zu einem Nettosparen des Unternehmenssektors. [...]

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