Das Magische Viereck in Deutschland erfüllt – Aufgelesen bei … Lars Feld

Stellen Sie sich einmal vor, Sie hätten sich als politisch interessierter Erwachsener mittleren Alters 1967 einfrieren lassen und seien vor Kurzem erfolgreich wiederaufgetaut worden, so dass Sie gesund und munter Ihr Leben wiederaufnehmen könnten. Sie würden über die deutsche Wiedervereinigung und den Euro staunen und über viele technische Neuerungen, fast wie Catweazle, ein alter Hexenmeister, der in der gleichnamigen britischen Fernsehserie aus dem Jahr 1066 in die 1970er Jahre katapultiert wird. Aber dann würden Sie erfreut feststellen, dass es noch Zeitungen in deutscher Sprache gibt, die Badische Zeitung aufschlagen oder die Grafschafter Nachrichten, und dort lesen, „dass das magische Viereck in der Bundesrepublik derzeit annähernd Realität“ ist nach Meinung des Mitglieds des Sachverständigenrats Lars Feld.

Das „magische Viereck“ hat mit dem Hexenmeister Catweazle nichts zu tun, sondern mit Wirtschaftspolitik. Es war 1967 ein gängiger Begriff. Nach der Lektüre des oben zitierten Satzes aus der Zeitung würden Sie davon ausgehen, dass in Sachen Wirtschaft in Deutschland alles ziemlich in Ordnung sein muss. Sie kennen zwar den Freiburger Professor für Wirtschaftspolitik, Leiter des Walter Eucken Instituts und Wirtschaftsweisen Lars Feld nicht. Aber an das „magische Viereck“, das im 1967 beschlossenen „Gesetz zur Förderung der Stabilität und des Wachstums der Wirtschaft“ [...]

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