Der Abschluss in der IG Metall: Das Schweigekartell hat gehalten

Immer noch schreiben uns Leser, darunter auch einige Mitglieder der IG-Metall, die nicht glauben können, dass der Tarifabschluss nicht bei 3,4 Prozent, sondern nur bei 2,7 Prozent liegt (wie wir hier erklärt haben), wenn man auf 12 Monate rechnet. Einige fragen auch, warum man auf 12 Monate rechnen muss oder sollte.

Es ist in der Tat mehr als erstaunlich, dass wir so ziemlich die einzigen sind, die auf diesen Tatbestand hingewiesen haben. In der gesamten deutschen Medienlandschaft hat man keinen Windhauch davon mitbekommen oder wollte das auch gar nicht. Offenbar geht es darum, bei den Arbeitnehmern bloß keinen Zweifel am Erfolgsmodell Deutschland zu säen.

Die IG-Metall tut aber auch nichts dafür, ihre eigenen Mitglieder aufzuklären. Bei der IG-Metall-Vertretung bei Volkswagen heißt es etwa: „Rund 115.000 Beschäftigte der Volkswagen AG und Financial Services erhalten ab Juni 3,4 Prozent mehr Geld plus 450 Euro für die betriebliche Altersversorgung. Leiharbeitnehmer, die bei der Volkswagen AG beschäftigt sind, erhalten ebenfalls ab Juni diesen Jahres 3,4 Prozent mehr Geld und einen Einmalbetrag von insgesamt 150 Euro ausbezahlt. Der Entgelttarifvertag hat eine Laufzeit von 15 Monaten und endet am 31. Mai 2016.“

Die Laufzeit, die entscheidend für Erfolg oder Misserfolg der Lohnverhandlungen ist,

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